Leseprobe:
[...]Das Leben mit einem vierbeinigen Kameraden bringt einige Abenteuer mit sich. Hundekenner und -liebhaber werden sicherlich ihren Spaß an den lustigen Anekdoten aus “Ipos” Leben haben. Ipo ist polynesisch und bedeutet “Sweetheart – Liebling.” Aber schnuppert selbst in das Buch hinein und wenn es Euch gefällt, bestellt es über den Buchhandel oder direkt beim Verlag.
Meine innere Uhr
Ich habe ein hervorragendes Zeitgefühl. Ich kenne unseren Tagesrhythmus und kann an
den Handlungen von Beate und Robert erkennen, welche Aktivitäten angesagt sind. Alles braucht seine Zeit, und deshalb wundere ich mich manchmal sehr, wie ihr Zweibeiner durch die Gegend hetzt.
Das beginnt schon am Morgen. Nur weil irgendein Gerät ständig piepst, verlasst ihr euer gemütliches Bett und das, obwohl ihr in euren Träumen gerade noch den Sonnenuntergang am Meer genießt. Ihr kennt auch keine Gnade, wenn es am vorangegangen Abend etwas später geworden und das Schlafbedürfnis noch nicht befriedigt ist. Das komische Ding sagt euch: „Robert und Beate, es ist Zeit aufzustehen.“ „Warum nur“ , frage ich mich, „besitzt dieses Ding solche Macht über euch, dass es sich erlauben kann, euch mitten in der Nacht aus dem Schlaf zu reißen?
Wisst ihr, was ich mir da anhören müsste?“ Es ist eben so. Begreifen werde ich diese Tortur allerdings nie. Ich drehe mich lieber noch einmal zur Seite und döse ein wenig, bis ich die Brottüte oder das Knacken der Bananenschale höre. Aber einmal aus dem Tiefschlaf gerissen, kann auch ich nicht mehr dahin zurückkehren.
Ich sehe euch Zweibeiner immer wieder auf die runden oder eckigen Dinger an eurem Handgelenk blicken, und die flüstern euch zu, für unsere Hundeohren leider unhörbar, wann es Zeit ist, etwas Bestimmtes zu tun. Merkt ihr denn nicht, wie euch diese Dinger beherrschen und euch vieler schöner Erlebnisse berauben? Warum schafft ihr es bei mir,
„Nein“ zu sagen, und bei dem Ding an eurem Handgelenk schafft ihr es nicht?
Ich kenne meine Bedürfnisse und spüre, wann es für mich Zeit ist, meinen Magen zu füllen, meine Blase zu leeren, meine Spiellust auszuleben, zu Bett zu gehen. Ich lasse mich von meinen Gefühlen leiten und mache, wonach mir gerade ist und wozu ich Lust habe. Bei euch Zweibeinern dagegen ist dieses Gefühl verkümmert. Ihr tragt Geräte am Handgelenk. An der Wand hängen Geräte mit Ziffern, an denen ständig Zeiger umherwandern.
Ich weiß nicht, wo ihr diese Dinger noch überall anbringt. Ich weiß nur soviel: Sie rauben euch einiges an Lebensfreude und Spontanität. Ja, ihr vergesst sogar auf euer Gefühl zu hören. Lasst euch nicht unterkriegen von Hektik und Alltagsstress. Macht es so wie ich. Ich gehe freudig auf die Menschen zu. Meist nehmen sie sich dann Zeit, schenken mir ein Lächeln oder streicheln mir übers Fell. Das ist der “Aloha Spirit” . Ihr müsst ihn nur zulassen.
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