












|
 |
Vicki Hearne: Bandit
Dossier über einen gefährlichen Hund
Das Buch:
Bandit, das Dossier über einen gefährlichen Hund, ist ein dramatischer Bericht aus der vordersten Linie
des amerikanischen Feldzugs gegen gefährliche Hunde. Vicki Hearne entwickelt daraus eine tiefgreifende
Analyse menschlicher Beziehungen zum Tier in unserer heutigen Zeit und Umwelt. Daraus wurde das
Hohelied engster Verbundenheit - ... und eine verdammt gute Hundeerzählung.
Man kann in diesem Buch auch eine erschütternde Hundegeschichte sehen. Witzig, spannend, intelligent
und mit großem persönlichen Einsatz schildert die Autorin den Kampf gegen Vorurteile, Massenhysterie,
Diskriminierungen menschlicher wie tierischer Rassegruppen - dies dokumentiert eine Welle der Hundefeindlichkeit
auch in allen deutschsprachigen Ländern.
"Bandit ist wahrscheinlich das beste und tapferste Hundebuch unserer Zeit!" - Dick Koehler
Die Autorin:
Vicki Hearne ist international als erfahrene Tierlehrerin, Journalistin und Philosophin bekannt. Solch eine
Autorin konnte die Geschichte von Bandit nicht einfach als eine Gerichtsreportage, als Sachverständigengutachten
abhandeln, nein - ihr geht es um Grundbegriffe wie Gerechtigkeit und die Rechte der Tiere. Als Journalistin
besitzt die Autorin ein waches Auge, als Philosophin viel Verstand. Ihr reiches Wissen über Hundeerziehung
ermöglichte es ihr, in einem dreijährigen Kleinkrieg Bandit aus den Fängen des amerikanischen Gesetzesdschungels
zu befreien.
Leseprobe:
Warum ich es tat
[...] Im Juli 1987 war Bandit genauso wie heute ein großartiger Hund. Aber er war nicht besonders
gut in Unterordnung erzogen. Mit ihm einen Spaziergang zu unternehmen war ziemlich anstrengend.
In dieser Hinsicht unterschied er sich wenig von den meisten anderen Hunden. Aber er ist ein
schwerer und kraftvoller Hund, wenn er deshalb an der Leine nach vorne zerrt, reißt er die meisten
Menschen hinter sich her. Bandit ist eigentlich kein pit bull, er gehört zu den Bullrassen,
jenen Hunden, die mit großer Begeisterung an Gewichtsziehwettbewerben teilnehmen und mit
Siegen nach Hause kommen. Diese Hunde lieben das Ziehen, sie sind bulldogs.
Es gibt aber auch Menschen in schönen eigenen großen Häusern und anderen unvergleichlichen Unterkünften.
Sie kaufen Ihren Hunden breite Lederhalsbänder. Wie zum Beispiel Dr. Clifford vom Medical College of
Toledo, Ohio, der im Journal of the American Veterinary Medical Association Artikel
veröffentlicht. In seinem Beitrag, mit dem er Veterinäre berät, wie man pit bulls erkennt, schreibt er:
"Zu den charakteristischen Merkmalen von Kampfhunden gehören kurz kupierte Ohren und breite Leder- oder
Stoffhalsbänder mit schweren Ringbeschlägen." Nein - das ist eben die Wissenschaft.
Pit bull-Besitzer kaufen breite Lederhalsbänder, weil sie eben keine schmalen mögen, weil sie ziemlich
teuer sind, sie trotzdem das Beste für ihre Hunde haben möchten. Ganz genauso wie der Pudel-Besitzer ein
Diamanthalsband kauft oder für seinen Fiffi ein vom Juwelier gefertigtes Gold- oder Silberhalsband. Für beide,
für den pit bull- wie für den Pudel-Besitzer führt diese von der Liebe bestimmte Torheit zu Ärger.
Das Juwelierhalsband löst bei Fiffi häufig Hautentzündungen aus, und da gerade die kleinern Pudel oft schon
ohne Juwelen unberechenbar genug sind, kann ein solches Halsband noch Fiffis Schnappen nach Menschen
verstärken. Bei den pit bulls besteht der Unfug darin, dass ein solcher Hund mit einem breiten Lederhalsband
viel leichter ziehen kann. Man sollte daran denken, dass Gewichtsziehen für alle Bullrassen ein Spiel ist,
ein Anreiz, Spaß macht. Das Keuchen des Hundes nach dem Gewichtsziehen hat mit dessen Bösartigkeit genauso
viel zu tun wie das breit offene, leuchtend rote Maul eines Golden Retrievers nach einer harten Jagd
hinter dem Frisbee. Bandit liebte das Ziehen. [...]
|
Fazit:
Ein Buch, das heute im Jahr 2004 aktueller denn je ist. Der Kampf und große persönliche Einsatz
der Autorin gegen die Massenhysterie und Vorurteile der Bevölkerung ist beeindruckend. Dieses Dossier
zeigt einmal mehr, dass fehlendes Wissen um das Verhalten von Hunden und die Rückschlüsse auf Halter
bestimmter Hunderassen, zu Vorurteilen und einer ungerechtfertigten Hundefeindlichkeit
führen.
Bandit
Dossier über einen gefährlichen Hund
Vicki Hearne
Preis: 19,90 EUR
ISBN: 3-929545-18-7
320 Seiten
Kynos-Verlag
 | Hoffnung auf Freundschaft: Das erste Jahr des Hundes » Autor/in: Michael Grewe, Inez Meyer  Bandit und Spencer sind Wurfgeschwister, die in unterschiedlichen Familien
aufwachsen. An ihrem ersten Geburtstag ist der eine ein freundlicher,
offener und leicht zu führender Hund, der andere ein Problemfall. Wie ist es so
gekommen? Was ist gut ge... |
 | Ich sehe mit dem Herzen: Eine blinde Tierkommunikatorin erzählt » Autor/in: Andrea Frankrone  Tiere können sprechen! Anders als Menschen, aber sie können es – davon
ist die Tierkommunikatorin Andrea Frankrone überzeugt. In
Sekundenschnelle übermitteln zum Beispiel Hunde, Katzen oder Ziegen ihr
Botschaften in Form von Bildern, Gefühlen und Ge... |
 | Wolfsküsse - Mein Leben unter Wölfen » Autor/in: Elli H. Radinger  Was bringt eine Rechtsanwältin dazu, ihr bisheriges abgesichertes Leben hinzuwerfen, um in der Natur mit wilden Wölfen zu leben? Elli Radinger wagte es und begab sich auf eine lange Reise, getrieben von der Suche nach sich selbst und dem Glück eines Leben... |
« zurück zur Übersicht
|