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Dorothée Schneider
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   Dorothée Schneider: Die Welt in seinem Kopf

Die Welt in seinem Kopf
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Über das Lernverhalten von Hunden


Das Buch:
Das vorliegende Buch vermittelt auf anschauliche und verständliche Weise dieses Fachwissen rund um das Thema Lernen bei Hund und Halter. Mit diesem Wissen sind Sie in der Lage, Methoden und Trainingsanweisungen auf ihre biologische Stimmigkeit hin zu überprüfen. Ist das Training „gehirngerecht“ aufgebaut? Stimmt die angebotene Ausbildungsmethode mit dem Wesen Ihres Hundes überein? Hat der Hund Spaß an seinem Training? Dieses Buch hilft Ihnen außerdem, die Abeit einer Hundeschule oder eines Trainers fachlich zu beurteilen und Ihren Hund so vor unsinnigen Übungsanleitungen, überzogener Strenge und falsch gesteckten Trainingszielen zu bewahren.

Die Autorin:
Dorothée Schneider konnte in ihrer über 20-jährigen Tätigkeit als Trainerin einen weitgreifenden, positiven Wandel in der Hundeszene miterleben: Veraltete Ausbildungsmethoden, die den Hund mit Drill und Härte in ein gewünschtes Verhalten zwingen, sind passé. Die gewaltfreie Ausbildung und Erziehung unter Berücksichtigung rassespezifischer Verhaltensweisen ist heute in aller Munde und setzt neue Maßstäbe für ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Hund.

Trotzdem ist ein kritischer Blick auf die vielen unterschiedlichen Methoden, die zum Einsatz kommen, angebracht. Dabei ist es ungeheuer spannend und hilfreich zu wissen, wie der Hund überhaupt lernt und was sich in seinem Kopf dabei abspielt.

Leseprobe:

[...]Damit der Hund durch Verknüpfung Ursache und Wirkung (bzw. Nichtwirkung) erlernen kann, muss beides zeitlich eng zusammenfallen. Liegen Ursache und Wirkung zu lange auseinander, dann wird der Hund den Zusammenhang nicht mehr erfassen. Beim Training sollten Ursache und Wirkung nicht länger als maximal eine Sekunde aufeinander folgen, damit der Hund beides optimal miteinander verknüpfen kann.

Nimmt der Hund während des Signals andere Reize wahr, so kann es zu einer Reizüberschattung kommen. Als Paradebeispiel für solche Reizüberschattungen seien Körperbewegungen des Hundeausbilders angeführt, während er das Signalwort sagt. Häufig sieht man beim Hundetraining den Menschen gleichzeitig mit dem Wort "sitz" den Zeigefinger erheben. Der Hund, als Körpersprachler geboren, wird unwillkürlich seine Aufmerksamkeit auf die Handbewegung richten.

Wie bereits erwähnt, ist es entscheidend beim Assoziationslernen, worauf die Aufmerksamkeit des Hundes gerichtet ist, denn das wird er verknüpfen. Sein Gehirn wird daher den akustischen Reiz nahezu ausblenden. "Auge schlägt Ohr" sozusagen: der optische Reiz (Handbewegung) überschattet hier den akustischen Reiz (Signalwort "sitz"). Bei dieser Vorgehensweise wird der Hund das Wort "sitz" also kaum als Auslöser für das Absitzen erlernen. Er wird entweder lernen abzusitzen, wenn er den erhobenen Zeigefinger sieht oder wenn er Handzeichen und Wort in Kombination wahrnimmt. Das Wort "sitz" alleine wird kein Auslöser für das entsprechende Verhalten werden.[...]



Fazit:
Hier hat der hundeinteressierte Leser ein tolles, modernes Buch über das Lernverhalten von Hunden in der Hand. Es ist unkompliziert zu lesen, gut strukturiert und verständlich, denn alle verwendeten Fachausdrücke werden erklärt. Viele praktische Beispiele veranschaulichen das zuvor Erklärte. Eine Übersicht über die möglichen Ausbildungsmethoden und deren Vor- und Nachteile vervollständigt dieses Buch.

Die Welt in seinem Kopf
Dorothée Schneider
animal learn Verlag
Preis: 19,00 Euro
ISBN: 3-936188-19-X


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