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Alexander Epp: Freundschaft statt Dominanz
Den Hund ohne Fesseln binden
Das Buch:
Sie müssen nicht ständig den Boss herauskehren, damit Ihr Hund Sie akzeptiert. Viel fester
werden die Bande zwischen Mensch und Hund, wenn Sie mit Vertrauen, Freundschaft,
Akzeptanz und einer Portion geschickter Diplomatie geknüpft sind.
Der Autor:
Der Autor Alexander Epp ist an den Rollstuhl gefesselt und erreicht
ganz ohne die Möglichkeit körperlicher Zwangseinwirkung höchst erstaunliche Erfolge
mit den verschiedenen Hunden. Seine vielseitigen Erfahrungen und intelligenten, zum
Nachdenken anregenden und manchmal auch unkonventionellen oder spritzig-humorvollen Betrachtungen über das Zusammenraufen
zweier so unterschiedlicher Lebewesen sind für jeden Hundehalter höchst lebenswert
und bereichernd.
Leseprobe:
BEWUSSTES ABBAUEN DER KLUFT MENSCH - TIER
Beinahe alle bislang beschriebenen Lenkungspraktiken dienen in erster Linie dem Ziel, die Distanz
zwischen Mensch und Hund zu verringern. Mittels hündischer Mimik, Lautäußerung und Verhaltensweisen,
der Einhaltung verschiedener Komponenten eines wölfischen Verhaltenskodex, versuche ich den
Graben, der mich vom Tier trennt, zuzuschütten und Brücken, die mir das Tier als gleichwertiges
Wesen zugänglich machen, zu bauen. Nutzen Sie Ihre geistige Überlegenheit nicht zum Ausbau der
Distanzierung. Setzen Sie Ihre Intelligenz vielmehr dazu ein, die trennende Kluft zu überbrücken,
Wege zu finden, dem Tier gleichwertiger Freund zu sein, ohne dadurch die teils nötige Kommandogewalt
gänzlich zu verlieren.[...]
[...] Es liegt an Ihnen, mit dieser enormen Interessenskluft gekonnt umzugehen. Hier gilt wiederum:
Besser behutsam lenken als gewaltsam unterbinden. Das Tier, dem Sie seine Interessen ständig
verbieten, wird sie, sobald sich ihm die Möglichkeit bietet, rigoros ausleben. Besser ist es,
etwa in überlanges Beschnuffeln von Duftmarken regulierend einzugreifen. Dabei darf man die
Vorbildfunktion nicht unterschätzen und sollte die eigenen Verhaltenskomponenten, die das Tier
nerven, ebenfalls auf eine in Gemeinsamkeit duldbare Länge herunterschrauben. Das Tier argumentiert
sicher nicht nach dem "Wie-Du-mir-so-ich-Dir!"-Prinzip. Je mehr Sie es jedoch gegen seine Wünsche
beanspruchen, desto rebellischer gibt es sich seinerseits im Laufe der Zeit.
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Fazit:
Wer etwas von seinem Leben mit Hund haben will, sollte dieses Buch lesen.
Aber: Dieses Buch ist nicht bequem. Es bietet keine einfachen, schnellen Lösungen und keine
patentierte Methode zum Nachmachen. Dafür teilt es einige gedankliche Rippenstöße aus,
die mit Sicherheit dazu führen werden, dass Ihr Verhältnis zum Hund nach dem Lesen nicht
mehr das alte ist. Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle, die sich mit der Erziehung von
Hunden befassen - auch für Hundetrainer, die sich weiterentwickeln wollen.
Freundschaft statt Dominanz - Den Hund ohne Fesseln binden
Alexander Epp
264 Seiten, viele farbige Grafiken und Farbfotos
ISBN 3-933228-57-3
Preis: EUR 29.80
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