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Marion Koneczny
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   Marion Koneczny: Hunde im Kindergarten

Hunde im Kindergarten
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Die positive Wirkung von Tieren auf die kindliche Entwicklung ist seit langem bekannt. Kinder, die mit Tieren in Kontakt kommen, wachsen emotional gestärkt auf, zeigen eine Vielzahl sozialer Grundfertigkeiten und sind oftmals bei Freunden sehr beliebt. Nicht jedes Kind hat jedoch das Glück, sein Leben mit einem Tier teilen zu können. In diesem Buch wird eine Form des Tierkontakts mit Hunden in einer Tagesstätte für Kinder beschrieben. Ziel dabei ist es, den Kindern im spielerischen freudigen Umgang mit den Tieren Respekt und Achtung vor Hunden zu vermitteln, damit sie dieses Wissen auf Begegnungen mit Hunden im öffentlichen Bereich übertragen können. Die Kinder lernen im geschützten Bereich Signale der Hunde zu deuten und werden selbstsicher im Umgang mit ihnen. Gemeinsam mit den Erzieherinnen nehmen die Kinder ihre eigenen Gefühle wie zum Beispiel Freude, Angst, Abneigung und Neugier wahr und akzeptieren diese. Die gemeinsamen Erfahrungen bieten vielfältigste Gesprächsgrundlagen.

Wichtig dabei ist, dass das Projekt ein zusätzliches Angebot an die Kinder ist, das sie freiwillig nutzen können. Ängstliche Kinder beteiligen sich meist nach kurzer Zeit ebenfalls. Sie haben die Chance, in der Tagesstätte herauszufinden, ob sie Hunde mögen oder nicht und können so eventuell eigene Vorurteile und Bedenken überwinden. Dies gilt gleichermaßen auch für die pädagogischen Fachkräfte.

Das Buch geht auf die notwendigen Voraussetzungen der Besuchstiere ein und beschreibt ein mögliches Projekt über acht Wochen für die Vorschulkinder einer Einrichtung. Leicht verändert kann dieses Projekt auch für andere Altersstufen verwendet werden. Zusätzlich sind praktische Anregungen zum kreativen Gestalten und Tun zum Thema Hund enthalten.

Das Projekt wird in dieser Form bereits seit 2003 in der städtischen Kindertagesstätte Schönstraße 75 in München durchgeführt. Im ersten Jahr wurde es sowohl mit den beteiligten Kindern als auch mit den Eltern und den pädagogischen Fachkräften evaluiert. Dabei zeigte sich, dass nach Angaben der Kinder vor dem Projekt 60 % Angst vor Hunden hatten, danach nur noch 36 %.

52 % der Eltern gaben an, dass sich durch das Projekt das Verhalten ihrer Kinder bei Begegnungen mit Hunden auf der Straße verändert hat, in der Hinsicht, dass sie vor allem “selbstbewusster”, “vorsichtiger” und weniger “ängstlich” waren, da sie mehr Wissen über die Tiere hatten. Das Wichtigste ist jedoch, dass 88 % der Kinder sofort nochmals am “Hundeprojekt” teilnehmen würden. Dies ist in meinen Augen ein wichtiger Grund möglichst vielen Kindern Erfahrungen mit Hunden in Einrichtungen zukommen zu lassen.

Die Autorin:
Marion Koneczny, Jahrgang 1973, ist staatlich anerkannte Erzieherin und arbeitet in städtischen Kindertagesstätten. Da sie mit Tieren aufgewachsen ist und deren positive emotionale Wirkung auf Menschen erleben durfte, ist es ihr sehr wichtig, diese Erfahrungen in ihrer Arbeit an Kinder weitergeben zu können. Die Autorin absolvierte eine berufsbegleitende Weiterbildung “Tiergestützte Pädagogik / Tiergestützte Therapie” am Institut für soziales Lernen mit Tieren in der Nähe von Hannover.

Die dort gewonnenen Erkenntnisse integriert die Autorin in die tägliche Pädagogik mit den Kindern. Durch weitere Fortbildungen und Vernetzung mit verschiedenen Vereinen können neben den beiden Kindergartenkaninchen auch verschiedene Besuchstiere den Kindern nahe gebracht werden. Seit 2005 führt Marion Koneczny Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte der Landeshauptstadt München im Bereich “Tiergestützte Pädagogik” durch. Einige Fachartikel zu diesem Fachgebiet sind bereits in Zeitschriften erschienen.


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