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Werner Koep: Wie Hunde Menschenleben retten
Dass Hunde ihren Menschenfreunden die treusten Gefährten sind und sie sogar vor dem Tod bewahren, ist eine bunte, spannende und oft verblüffende Geschichte, die schon eine lange Tradition hat. Hier wird sie an vielen Beispielen geschildert. Manch ein Name machte Schlagzeilen: sei es nun Balto, der Schlittenhund, der
im Jahre 1925 eine ganze Stadt vor einer Diphtherie-Epidemie rettete; der Bernhardiner Barry als Vorbild für alle Lawinen-Suchhunde; die Hunde vom 11.September oder Selvakumar, der Tsunami-Retter.
Weitaus mehr Hunde sind nicht so berühmt geworden. Und noch größer ist der Zahl der namenlosen, die den Menschen unglaubliche Dienste erwiesen haben und es heute immer noch tun. In diesem Buch finden alle ihre Auszeichnung. Ob Menschenretter Hund oder der beste Freund – überall sind sie vertreten, weit über die uns allen bekannten Einsatzbereiche in Wasser, Eis und Schnee oder Trümmerfeldern hinaus. Da gab es z.B.einen Vierbeiner, der Geschichte machte, weil er Alexander dem Großen das Leben
rettete, selbst aber dabei zu Tode kam.
Um das Grab seines Lieblingshundes ließ Alexander eine Stadt bauen, die er so
nannte, wie sein treuer Begleiter hieß: Peritas. Es war das gewaltigste Denkmal, das je einem Hund gewidmet wurde. Auch in der Umgebung von Heiligen sind Hunde zu finden.
Davon zeugen zahlreiche bildliche Darstellungen; und es gibt sogar einen Hund, der selbst als Heiliger verehrt wurde – der Windhund Guinefort, der das Kind seines Herrn
vor dem Angriff einer Schlange bewahrt hatte und dafür versehentlich getötet wurde.
Außerordentliche Leistungen erbrachten Hunde ebenfalls in Kriegszeiten; sie waren an
allen Fronten dabei. Über zwanzig Seiten des Buches sind der Hundetreue gewidmet, die bis in den Tod und noch darüber hinausgeht. Schon Homer, der älteste Dichter des Abendlandes und Verfasser der Odyssee, berichtete davon, indem er beschrieb, wie Odysseus nach zwei Jahrzehnten heimkehrte, aber nur von seinem Hund Argos erkannt und begrüßt wurde.
Und fast jeder kennt den Hund, der gleich drei Denkmäler hat: Es ist der Akita Hachi-Ko, von dem viele sagen, er sei die Treue selbst gewesen. 3285 Tage war er zum Bahnhof gelaufen, um seinen Herrn abzuholen – immer vergeblich, denn der konnte nicht mehr nach Hause kommen. Ein Herzinfarkt am Arbeitsplatz hatte seinem Leben ein Ende gesetzt.
Wenn man all die eindrucksvollen Geschichten in diesem Buch gelesen hat, fällt es nicht schwer, sich den Kynologen anzuschließen, die sogar von „Wundern “ des Hundes spre--
chen, über die das letzte Wort noch nicht geschrieben ist. Auf jeden Fall aber bleibt kein Zweifel daran, dass die Dienste unserer Vierbeiner für uns Menschen außerordentlich
wichtig sind. Daher ist es doch nur folgerichtig, dass auch wir sie gut behandeln und ihnen den Respekt entgegenbringen, der ihnen gebührt.
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