Unterschiede bei Mensch und Tier
Ein bedeutender Unterschied der Mittelfindung bei Mensch und Tier liegt in der
Auswertung der Symptome. Will man das Tier behandeln, muß man sowohl die Ethologie des Tieres als
auch die Psychologie des Besitzers einzuschätzen wissen. Beim Menschen ist es von besonderer Bedeutung,
wie sich Symptome anfühlen, wann und wo im Körper sie auftreten und wodurch sie sich gegebenenfalls
verbessern oder verschlechtern. Beim Tier ist das ungleich schwerer, denn dessen Symptome müssen vom
Besitzer übersetzt und vom Therapeuten richtig gewertet werden. Beispielsweise Verhaltenssymptome
oder Schmerzsymptome dürfen hierbei nicht überbewertet werden. Es soll vorgekommen sein, daß
Therapeuten bei der Übertragung der Homöopathie auf ein Tier "Suizidneigung" oder "Kleptomanie"
unterstellt haben - Vermenschlichungen, die zweifellos zur Wahl des falschen Mittels führen mussten.
Ein Tier kann zudem nicht genau beschreiben, wo, wie oder wann es Schmerzen verspürt. Zu Hilfe kommen
dann Nachschlagewerke, die speziell an die Tierhomöopathie angepasst wurden.
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