Möglichkeiten und Grenzen
Als Einsatzgebiete lassen sich sowohl akute (Traumata, Insektenstiche, Entzündungen)
als auch chronische Erkrankungen (Hautverängerungen, Organschäden, Alterserscheinungen) anführen. Auch
in der Verhaltenstherapie konnten Homöopathika gute Erfolge erzielen. Man muß jedoch auch beachten, daß
in einigen Fällen eine homöopathische Behandlung bestenfalls begleitend eingesetzt werden kann.
Beispielsweise erzielen Homöopathika bei Verhaltensproblemen, die auf einem reinen Lernverhalten
basieren, keine Wirkung. Man stelle sich einen Hund vor, der gelernt hat, daß vom Tisch immer wieder
eine Leckerei für ihn abfällt. Er wird schnell wissen, daß sich das betteln lohnt. Hier wird kein
Mittel eine Änderung erzielen sondern nur eine konsequente Erziehung. Es ist für einen guten
Behandlungserfolg also wichtig, seine Grenzen zu kennen und wenn nötig auf andere Methoden
auszuweichen.
Obwohl es sich um eine sanfte Methode handelt, sei davor gewarnt, gerade
hochpotenzierte (hochverdünnte) Mittel eigenmächtig einzusetzen. Man hört oft "hilt´s nichts, schadet´s
auch nichts", das ist nicht richtig. Je höher die Potenz, desto tiefgreifender und langanhaltender
die Wirkung. Hat man ein falsches Mittel gewählt, so kann es sein, daß ein Tier arg mit der sogenannten
Erstverschlimmerung (vorübergehende Verschlimmerung der vorhandenen Beschwerden) oder mit einem
Durcheinandergeraten der Symptomatik zu kämpfen hat.
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