Anreise mit dem Flugzeug
Wie reist mein Hund im Flugzeug?
An erster Stelle steht hier die Überlegung "Möchte ich meinem Hund diese Strapaze überhaupt
zumuten?". Wenn Ihr Urlaub nur 14 Tage oder drei Wochen dauert, sollten Sie zumindest größeren
Hunden den Streß einer Flugreise lieber ersparen - denn Sie müssen, wenn Sie über 5 Kg wiegen,
im Gepäckraum in einer Transportbox mitreisen. Ist der Hund leichter, darf er bei den meisten
Fluglinien in der Kabine mitreisen. Dafür benötigen Sie ein Transportbehältnis, welches die
üblichen Maße des Handgepäcks nicht überschreiten darf (ca. 45 x 23 x 29cm). In diesem Behältnis,
dass unter dem Sitz positioniert wird, verbringt Ihr Vierbeiner die gesamte Flugzeit, wenn nicht
eine tierliebe Stewardess ein Auge zudrückt und Sie den Hund auf den Schoß nehmen lässt.
Die meisten Fluggesellschaften nehmen nur eine begrenzte Anzahl an Haustieren pro Flug mit - daher
sollten Sie unbedingt früh buchen. Verzichten Sie auf Zwischenstops oder Umsteigen. Die Gefahr der
Verspätung bzw. dass Ihr Hund aus Versehen falsch verladen wird und womögich woanders landet als
Sie ist einfach zu groß.
Die Transportbox
Die Flug-Transportbox (Kennel genannt) muß ausbruchsicher, stabil und wasserdicht sein. Bitte
beachten Sie, dass sich Ihr Hund darin bequem hinstellen, drehen und hinlegen kann und genügend
Luftlöcher vorhanden sind. Scharfe Kanten haben in einer Transportbox nichts zu suchen - achten
Sie darauf, dass sich Ihr Hund nicht verletzen kann. Bei längeren Flügen muß die Box Behältnisse
für Futter und Wasser enthalten. Polstern Sie die Box gut aus. Sie können hierfür Tücher, Decken,
Kissen, Holzwolle oder Sägemehl verwenden aber keinesfalls Heu oder Stroh. Eine Transportbox ist
nicht billig, Sie finden sie im Zoofachhandel oder auch direkt bei den großen Fluggesellschaften.
Machen Sie sich auf einen Anschaffungspreis zwischen EUR 80 und EUR 200 gefasst - oder kaufen Sie
Ihre Transportbox doch einfach gebraucht - bei Ebay werden Sie sicher fündig.
Wie bereite ich meinen Hund auf den Flug vor?
Für Ihren Hund ist so ein Flug eine angsteinflößende Situation (es sei denn er ist ein alter
Hase und kennt das alles schon). Daher sollte er seine Transportbox schon vor Abreise kennenlernen
und mit etwas Positivem verbinden. Das erreichen Sie indem Sie ihn dort füttern, sein
Lieblingsspielzeug dort deponieren und ihn darin auf seiner Schlafdecke schlafen lassen.
Schließen Sie die Box nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ruhig eine Weile. Gehört Ihr Hund
eher zur nervösen Sorte können Sie nach Absprache mit dem Tierarzt auch über die Verabreichung
eines Schlaf- oder Beruhigungsmittels nachdenken. Testen Sie dieses Mittel vor Ihrer Abreise
mindestens einmal und beachten Sie, dass Beruhigungsmittel in der Höhenluft 3mal so stark wirken
wie auf dem Boden. Beruhigen tut Ihren Liebling auch etwas, dass nach Frauchen oder Herrchen duftet
und mit in die Box gelegt wird. Schlafengelegte Hunde kühlen leicht aus - polstern Sie die Box also
dick aus. Benutzen Sie bei langen Flügen ein saugfähiges Material, denn es läßt sich wahrscheinlich
nicht vermeiden, dass der Hund die Box als Klo benutzen muß. Bei kürzeren Flügen verhindern Sie
dies, indem Sie dem Hund 12 Stunden vor Abflug die letzte leichte Mahlzeit verabreichen und mit
ihm kurz vorm Einchecken mehrmals Gassi gehen. Beschriften Sie die Transportbox nicht nur mit Ihrem
Namen, Adresse sondern auch mit dem Namen des Hundes. So kann er vom Personal angesprochen werden.
Blinden- und Gehörlosenhunde reisen grundsätzlich umsonst und in der Kabine mit. Darf Ihr
Tier als "Handgepäck" mit in die Kabine, fliegt es normalerweise umsonst - ansonsten ist so ein
Flug mit Hund eher ein teurer Spaß. Die Transportkosten variieren von Fluggesellschaft zu
Fluggesellschaft, und da wiederum von Strecke zu Strecke. Erkundigen Sie sich am besten bei ihrem
Reisebüro oder direkt bei der Gesellschaft. Wichtig für Flüge ins Ausland sind zudem die jeweiligen
Einreisebestimmungen. Verbindliche Auskünfte erhalten Sie bei der Botschaft des jeweiligen
Reiselandes, beim Kreisveterinäramt oder bei Ihrem Zuchtverband. Meist wird ein Gesundheitszertifikat
oder Internationaler Impfausweis als Nachweis für durchgeführte Schutzimpfungen verlangt. In einigen
Ländern besteht eine mehrmonatige Quarantänepflicht, was einen Urlaubsbesuch von vornherein
ausschließt.
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