Hundegeschichten - die Abenteuer
des Dackels Strolch
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Hundegeschichten - die Abenteuer des Dackels Strolch

Ausflug in den Wald

Strolch konnte von der Veranda aus direkt in den Garten gehen. Dort gab es viele Bäume und Sträucher, wo er herum schnüffeln und herum stromern konnte. Doch so ein Garten ist nicht vergleichbar mit dem wunderschönen Duft des Waldes, wo es nach Moos, Kiefernnadeln, Beeren und so vielen Tieren riecht, die nie in Strolchis Garten kommen.
Eines Tages, als die Sonne schön warm schien und die Bienen summten, machte sich Strolch auf eigene Faust auf den Weg in den nahe gelegenen Wald. Mit den Kindern war er schon oft dort gewesen, so daß er sich gut auskannte. An den Robinienbäumen vorbei lief es sich gut bis zum Wald. Dort angekommen, machte er erst einmal an dem Graben halt, die Wärme der Sonne hatte ihm die Zunge ausgetrocknet, so daß er tüchtig hecheln mußte. Am Waldrand traf er ein Reh, das dort das junge Grün abgraste. Da es Strolch schon kannte, war es sehr zutraulich und sagte: "Willst du mit mir Hasche spielen?" Da war Strolchi sofort dabei. Sie jagten übermütig über die Waldwiese, so daß die Schmetterlinge ängstlich ins Gebüsch flogen. Plötzlich bemerkten sie, daß sie vom Wiesenrand aus beobachtet wurden. Es waren zwei Häschen, die wollten gern mitspielen. Strolch versuchte sie bei ihren weißen Stummelschwänzchen zu packen, doch sie schlugen einen Haken, wenn er ihnen zu dicht auf den Fersen war.
Ausflug in den Wald
Ausflug in den Wald
Es dauerte gar nicht lange, da kamen auch noch zwei Eichkätzchen und zwei junge Füchse dazu, auch zwei Meisen und zwei Buntspechte beteiligten sich an dem fröhlichen Treiben auf der Waldwiese. Sie spielten Hasche, Slalomlaufen um die Kiefernstämme des angrenzenden Waldes, Verstecken und Schule, Strolch durfte der Lehrer sein.
Unmerklich war die Sonne immer tiefer gesunken, so daß ihre Strahlen ganz flach durch das Blätterdach der Bäume drangen. Die Häschen und Eichkätzchen und auch die Füchse verabschiedeten sich, weil ihre Muttis sie nach Hause zum Abendessen riefen. Das Rehlein sagte: "Strolch, du mußt nun sicher auch nach Hause."
Doch der wollte davon nichts wissen. Er lief den Meisen hinterher, die dicht über den Waldboden flogen. Die Buntspechte hatten sich in ihre Baumhöhle zurück gezogen, man hörte in der Ferne ihr eifriges Hämmern.
Plötzlich war es dunkel, die kleinen Meisen waren auch schon verschwunden, als sich Strolch umsah. Da bekam er plötzlich Angst, denn er war ganz allein in dem dunklen Wald. Er setzte sich unter eine Birke, als der Mond aufging, fing er kläglich an zu jaulen. Ein Flügelschlag schreckte ihn. Auf dem Baum hatte sich ein Uhu niedergelassen, der ihn mit seinen großen Augen ansah. Strolch wagte vor Schreck kaum zu atmen. "Uhu, uhu, was machst du kleiner Hund denn noch um diese Zeit in den großen Wald?" Strolch fing wieder laut an zu heulen und sagte: "Onkel Uhu, ich bin ausgerissen und nun weiß ich nicht, wie ich nach Hause kommen soll.
" "Wo wohnst du denn, kleiner Dackel?" Ach, ich weiß gar nicht, wie das Dorf heißt. Die Kinder, meine Freunde, sind Anne und Micha und die Großen sind Herrchen und Frauchen. Wir wohnen in einem schönen Haus mit einem großen Garten und ich habe Hunger und möchte in mein Körbchen." Onkel Uhu fragte: "Bist du schon öfters mal mit den Kindern hier im Wald gewesen und hast du dann bei dem Mädchen Anne im Fahrradkörbchen gesessen?" "Ja, " sagte Strolch, "meine Anne ist gewiß schon ganz traurig, daß ich nicht zu Hause bin. " "Nun" sagte Onkel Uhu, "dann weiß ich, wo dein zu Hause ist. Laufe nur hinterher, ich werde voran fliegen."
Strolchi schmerzten schon die Pfoten und der Magen knurrte. Der Sandweg entlang den Robinien kam ihm unheimlich lang vor. Dann sah er die Lichter des Dorfes und als er hinter Onkel Uhu um die Ecke bog, sah er sein Zuhause. Das Hoflicht brannte und die ganze Familie war schon in heller Aufregung. Vater war mit dem Auto unterwegs und Micha mit dem Rennrad, um Strolch im Dorf zu suchen. Der Anne lief er direkt in die Arme. "Mama, Mama, der Strolch ist wieder da!" rief sie. "Ich weiß nicht, wo der Stromer herkommt, über seinem Kopf schwebte ein großer dunkler Vogel, es kann aber auch nur der Schatten des Mondes gewesen sein."
So gut hatte Strolch das Abendessen noch nie geschmeckt. Die Schelte nahm er gern in Kauf. Er war glücklich, wieder zu Hause zu sein. In seinem Körbchen schlief er tief und fest. Er träumte, daß er rannte und rannte und nie zu Hause ankam. Wie froh war er, als er aufwachte und bei seiner Familie war.


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