Hundegeschichten - die Abenteuer
des Dackels Strolch
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Hundegeschichten - die Abenteuer des Dackels Strolch

Strolch im Kinderferienlager

In den Sommerferien fuhren wir immer ins Kinderferienlager nach Karlshagen an der Ostsee. Ich hatte die vierte Klasse beendet und durfte das erste mal mit. Darauf hatte ich mich schon lange gefreut. Mutter, Vater und Strolch brachten meinen Bruder Micha und mich zum Zug. Viele Kinder und die Betreuer standen auf dem Bahnhof.
Als wir dann in den Sonderzug einsteigen mußten, war mir doch ganz mulmig zumute. Es war das erste Mal, daß ich ohne meine Eltern verreiste. Micha hatte schon Freunde aus den vergangenen Jahren. Strolch muß es auch gemerkt haben, daß ich doch lieber zu Hause geblieben wäre. Als der Zug anfuhr, fing er auf dem Bahnhof wie ein Wolf an zu heulen. Ich wäre am liebsten aus dem fahrenden Zug gesprungen.
Strolch im Kinderferienlager
Strolch im Kinderferienlager
Bis nach Berlin hatte ich mich dann beruhigt und als wir in Karlhagen ankamen, fühlte ich mich in der Gruppe schon ganz wohl. Ich hatte mich mit zwei Mädchen angefreundet. Das Lagerleben war abenteuerlich. Wir hatten jede Menge Spaß.
Nur abends, wenn wir im Zelt lagen, dann kam das Heimweh. Ich sehnte mich nach meinen Eltern und nach Strolch. Dann habe ich so leise vor mich hin geweint. Das Heimweh wurde so schlimm, daß ich Bauchschmerzen bekam. Meine Betreuerin brachte mich auf die Krankenstation. Hier lag ich ganz allein in einem Zimmer. Die Bauchschmerzen wurden immer schlimmer. Der Lagerleiter hatte inzwischen schon meine Eltern angerufen. Sie haben sich sofort mit Strolch ins Auto gesetzt und sind losgefahren.
Bei mir waren inzwischen die Schmerzen so schlimm, daß man mich ins Krankenhaus bringen mußte. Der Arzt stellte die Diagnose Blinddarmentzündung. Ich wurde auf die Operation vorbereitet. Als ich auf dem OP- Tisch lag, fragte der Arzt: "Nun Anne, kleines Mädchen, hast du noch Bauchschmerzen oder hast du nur Heimweh."
Ich gestand, daß ich mich ganz toll nach meinem Zuhause sehne. Sie fuhren mich zurück ins Ferienlager. Als ich aus dem Krankenwagen stieg, kam mit lautem Gebell Strolchi auf mich zugestürmt. Das war eine Wiedersehensfreude! Er konnte sich gar nicht beruhigen, seine rauhe Zunge leckte immer wieder über mein Gesicht. Vater schloß mich wortlos in die Arme. Mutter schimpfte ein bißchen. "Wie konntest du uns nur einen solchen Schrecken einjagen!" Sie war aber auch ganz froh, daß es mir wieder besser ging.
Das ganze Wochenende blieben meine Eltern in Karlshagen. Strolch war der absolute Star unter den Kindern. Alle wollten ihn streicheln und mit ihm spielen. So tobten wir gemeinsam durchs Lager. Er spielte mit Volleyball und durfte auch mit zu der Zirkusveranstaltung auftreten. Wir spielten Pittiplatsch, Herr Fuchs, Frau Elster und Schnatterinchen. Ich war Schnatterinchen und Strolch war der Herr Fuchs. Er wich nicht mehr von meiner und Michas Seite. Natürlich waren wir sehr stolz darauf, daß der "Lagerhund" uns gehörte.
Abends durfte er mit am Lagerfeuer sitzen. Wir sangen Lieder und brutzelten Wurst über dem offenen Feuer. Strolch bekam von allen Kindern Wurststückchen. Ich hatte Angst, daß er Bauchschmerzen bekommt.
Abends schlief er mit im Zelt. Ich hatte ihn im Arm und war so glücklich wie lange nicht. Nun wollte ich auch noch die letzte Woche im Ferienlager bleiben. Meine Eltern fuhren mit Strolch allein zurück.


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