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   Tierarzt-Knigge

Der „Knigge“ für den Tierarzt-Besuch…

Bedingt durch meinen sehr kranken Hund habe ich viel Zeit in diversen Tierarzt-Praxen verbracht.

Und ich glaube für mich war es anstrengender als für meinen Hund.

Die Rahmenbedingungen in jedem Wartezimmer einer Tierarzt-Praxis sind gleich: es ist oft eng, Stühle stehen nah beieinander und Tiere verschiedener Art sind dort vertreten.

Warum sucht man als Tierbesitzer einen Tierarzt auf?

In erster Linie weil das Tier krank ist, ansonsten weil Impfungen oder Vorsorge-Untersuchungen durchgeführt werden sollen.

Was so manch Tierhalter aber oft außer Acht lässt ist der Stress, den jedes Tier dort hat. Und es handelt sich nicht nur um einen Stressfaktor, sondern um sehr viele.

Zum einen ist das Tier gestresst, weil es krank ist und demnach Schmerzen hat und/oder sich unwohl fühlt.

Eventuell hat der Vierbeiner noch Angst vorm Tierarzt, weil er dort schlechte Erfahrungen gemacht hat. Dann wird er vom Besitzer in den Warteraum geführt wo sich andere Tiere befinden, denen es in den meisten Fällen genau so geht. Sprich, deren Reizschwelle ist auch nicht mehr ganz oben anzusiedeln.

Diese Stimmung samt sämtlichen Gerüchen nach Artgenossen, artfremden Tieren, anderer Menschen und Medikamenten prasselt auf jedes einzelne Tier ein. Dazu kommt noch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit, das Tier kann sich nicht distanzieren von anderen und ist körpersprachlich eingeschränkt.

Nun wird im schlimmsten Fall ein ängstlicher Hund ins Wartezimmer gezogen und der Halter sucht sich einen freien Platz. Und zwar zwischen einem anderen Hund und einer Katze. Der andere Hund bellt, die Katze faucht und der Halter kann nicht verstehen, dass der eigene Hund sich nicht hinlegt aufs Kommando „Platz“. Und befördert den Hund per Gewalt ins Platz.

Hunde werden auch gern mal an Katzen-Transportboxen geführt, weil der Halter gern die Reaktion beider Tiere sehen möchte.

An den Stress für alle Beteiligten wird dabei nicht gedacht.

Dabei kann man seinem Tier die Situation mit einfachen Mitteln erleichtern. Und vor allem: Die Ansteckungsgefahr reduzieren!

  • Das Tier im Auto warten lassen (so lang die Witterungsverhältnisse dies zulassen)
  • Einen Sitzplatz etwas abseits von anderen Tieren suchen oder draußen warten falls möglich
  • Für den Hund eine Decke oder ein Kissen von Zuhause mit nehmen, so dass ein bekannter Geruch vorhanden ist
  • Direkte Kontakte zu anderen Tieren vermeiden
  • Das Tier mittels Zuwendung beruhigen und nichts verlangen, was es nicht leisten kann (ein angespannter Hund kann sich nicht ins Platz legen, bzw. fühlt sich dann noch unwohler als ohnehin schon)
Achtet man auf sein Tier und die Bedürfnisse in solchen stressigen Situationen kann dies nur förderlich für die Zukunft sein, denn das Tier wird den Besuch beim Tierarzt dann besser in Erinnerung behalten.

Wenn es durch die Wartezeit schon stark gestresst ist, wird es die anschließende Behandlung noch schlechter ertragen.

Quelle: www.hunde-weise.de


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