Jagdhunde im Großstadtrevier
Vierbeiner mit feinem Näschen und gut entwickelten Jagdtrieb nur für Jäger Quelle: Informationsdienst Tier und Gesundheit (animal) 29.07.05
(animal) Seit Nixe dem Welpenalter entwachsen ist, häufen sich die Probleme. Die Weimaraner-Hündin jagt im Stadtpark Tauben und Enten, verfolgt begeistert Kaninchen-Fährten und kümmert sich wenig um die Kommandos ihres Besitzers. Auch Spaziergänge im Wald gehören längst der Vergangenheit an, seitdem die Jagdhündin mehrmals im Dickicht verschwand. Erst Tage später tauchte Nixe wieder auf - hundemüde, aber glücklich.
Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb, und dazu gehören Weimaraner ebenso wie Pointer, Bracken oder Schweißhunde, können für Nicht-Jäger ein ernstes Problem darstellen. Als Jagdhunde benötigen sie ein Revier, in dem sie ihrer Natur freien Lauf lassen dürfen - im wahrsten Sinne des Wortes. Doch nur unter der Aufsicht eines Jägers können sie rennen, streifen, schnüffeln und natürlich jagen.
Bei Nicht-Jägern sind Jagdhunde dagegen nicht immer in den besten Händen. Viele Bedürfnisse des Tieres bleiben notgedrungen ungestillt, während die ewigen Verbote Hund wie Herrchen gleichermaßen nerven. Das traurige Ende: Viele Jagdhunde werden überfahren oder eingesperrt, wandern ins Tierheim oder entwickeln Verhaltensauffälligkeiten.
Nach den Empfehlungen seriöser Zuchtverbände sollten spezielle Jagdhunde nur gegen Vorlage eines Jagdscheins abgegeben werden. Manche Züchter drücken aber gern ein Auge zu, wenn der Preis stimmt. Doch von dem Geschäft profitieren weder Hund noch Käufer. Aus diesem Grund sollten Vierbeiner mit feinem Näschen und gut entwickelten Jagdtrieb nur von Jägern gehalten werden - schon im Interesse der städtischen Enten, Tauben und Kaninchen.
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