Die verpönte Drüse
Probleme mit der Analdrüse Quelle: Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) e.V. 18.10.05
Rechts und links vom After finden sich die Ausführungsgänge der sogenannten Analdrüsen, erbsengroßer Gebilde, die mit einem stark riechenden Sekret angefüllt sind. Bei jedem Kotabsatz wird ein kleiner Tropfen als "Visitenkarte" abgegeben; daran erkennen sich die Hunde untereinander genau.
Leider können die Analdrüsen, vor allem bei älteren Tieren, Probleme verursachen. Wenn durch zu harten Kot die Ausführungsgänge gereizt werden, schwellen sie zu, das Sekret staut sich. Das juckt und ist schmerzhaft, die Hunde rutschen mit dem Hinterteil auf dem Boden herum, was man "Schlittenfahren" nennt. In schlimmeren Fällen vereitert die Drüse, kann nach außen aufbrechen und eine Fistel bilden.
Das muß nicht sein! Die Experten des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) weisen darauf hin, daß eine Analdrüsenentzündung schon im Anfangsstadium behandelt werden sollte. Der Tierarzt wird die Drüsen zunächst ausdrücken und dann ein geeignetes Medikament einführen. Das muß meistens im Abstand von einigen Wochen wiederholt werden. Nur in besonders hartnäckigen Fällen ist die operative Entfernung der Drüsen angezeigt.
Der Hundehalter kann der Analdrüsenentzündung vorbeugen, wenn er auf weichen Stuhlgang achtet und die Afterregion seines Hundes mit Lebertransalbe geschmeidig hält.
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