Tiere nicht unüberlegt zu Weihnachten verschenken
Festtagsbraten und Weihnachtsdekoration können zur Gefahr werden. Quelle: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) 30.11.05 | Seite 2 von 2
Tierfreunde, die schon mit einem tierischen Mitbewohner zusammen leben, sollten
sich beim weihnachtlichen Festschmaus nicht von treuen Hunde- oder Katzenaugen
erweichen lassen und einem Vierbeiner keinesfalls etwas vom Weihnachtsessen
abgeben. In der Regel ist die Festtagskost zu salzig und fettreich für den Tiermagen
und kann zu Verdauungsstörungen, Durchfall oder Erbrechen führen. Hunde sollten
vor allem keine Geflügelknochen bekommen, da diese leicht splittern und schwere
Magen- oder Darmverletzungen verursachen können.
Ein weiteres Tabu für den vierbeinigen Hausfreund ist Schokolade, weil das darin enthaltene Theobromin bei Tieren zu Durchfall und Erbrechen, bei Hunden im schlimmsten Fall sogar zum Tode
führen kann.
Auch der Weihnachtsschmuck birgt für die Tiere ungeahnte Gefahren. Schon so
manche Katze hat durch Spielen mit dem Baumschmuck den Weihnachtsbaum mit
brennenden Kerzen zum Umstürzen gebracht. Zur Vorsicht rät der ZZF auch bei
Lametta, Kugeln, Geschenkpapier, Schleifen und Schneespray. Knabbern oder lecken
die Tiere daran oder fressen Teile gar auf, kann dies zu Darmbeschwerden bis hin zu
Vergiftungen führen. Für eventuelle Notfälle sollten sich Tierhalter rechtzeitig vor
den Feiertagen über die Notdienste der örtlichen Tierärzte erkundigen.
Viele Tierhalter möchten ihre Lieblinge an der Bescherung teilhaben lassen und
ihnen zu Weihnachten eine besondere Freude machen. Bei der Anschaffung von
Zubehör ist jedoch Vorsicht geboten. "Nicht alle Zubehörartikel sind artgerecht,
manche sogar schädlich", warnt ZZF-Präsident Oechsner. Gefährliches Zubehör ist
oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Deshalb hat der ZZF eine Checkliste für
tierschutzwidriges Zubehör im Zoofachhandel erstellt, die Tierhalter im Internet
unter www.zzf.de abrufen können.
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