Hunde-News vom 02.02.2006
Städtische Hundetötungsaktionen in Bukarest
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   Städtische Hundetötungsaktionen in Bukarest
DTHW interveniert gegen städtische Hundetötungsaktionen in Bukarest
Quelle: Deutsches Tierhilfswerk e.V.
02.02.06 | Seite 1 von 2


» (c) Foto: Hayley Mungall
Berlin, 02.02.2006. Es ist nichts Neues – in Rumäniens Hauptstadt Bukarest laufen Tausende streunender Hunde durch die Straßen. Die Tiere kämpfen ums Überleben, sind oft krank oder verletzt. Sie werden mit Steinen beworfen, geschlagen und getreten und mit brutalen Methoden eingefangen, um nach kurzer Zeit in einer der beiden Tötungsstationen zu sterben. Zu Hunderten dort eingepfercht, behandelt wie Abfall, ohne Futter und Wasser, warten die Tiere auf ihren Tod, der ebenso grausam sein wird, wie das Leben kurz davor.

Das Tierheim „Christi Bukarest“ des Deutschen Tierhilfswerks in Bukarest, das sich seit seiner Eröffnung im August 2003 dem Problem der streunenden Hunde in aufopfernder Weise annimmt, ist mit 1000 Hunden in seiner Kapazität ausgelastet. „Groß angelegte Kastrationsaktionen sind für das Deutsche Tierhilfswerk die einzige tierschutzgerechte Lösung, um die wachsende Population der Streunerhunde auch langfristig einzudämmen“, so Alexandra Diezemann vom DTHW-Büro in Berlin. Neben einer Aufnahme im Tierheim könnten Hunde darüber hinaus eingefangen, kastriert und mit einer Markierung versehen wieder aus dem Tierheim gelassen werden, um sie für Hundefänger als kastriert kenntlich zu machen. Diese sollten die markierten Tiere dann in Frieden lassen. Vorbildlich und erfolgreich wird dies im Nachbarland Bulgarien gemeinsam mit dem DTHW-Kooperationspartner „Deutsch-Bulgarische Strassentier-Nothilfe“ umgesetzt. In Bukarest war die Umsetzung dieses Vorhabens durch das DTHW kurz vor einer entscheidenden Wende.



Bedauerlicherweise ist am vergangenen Sonntag in Bukarest ein älterer Japaner von einem Hund gebissen worden und erlag seinen schweren Blutungen. Es ist allerdings nicht geklärt, ob es ein streunender Hund war, oder vielmehr ein abgerichteter Hund, der gezielt als „Waffe“ eingesetzt wurde. Die polizeiliche Untersuchung hierzu in noch nicht abgeschlossen. Dieser Vorfall wird nun gerne hergenommen, um den Einsatz der zahlreichen Hundefängertrupps zu rechtfertigen, die ihr scheußliches Handwerk jetzt in doppelter Stärke vornehmen sollen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich eher um einen abgerichteten Hund handelte ist hoch, da gerade streunende Hunde sozial sehr verträglich sind, müssen sie doch jeden Tag aufs Neue ihr Überleben sicher stellen und sich im Umgang mit Mensch und Tier flexibel zeigen.



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