Sibel Kekilli kämpft für Tiere in der Türkei
Besuch beim türkischen Botschafter in Berlin Quelle: PETA 15.09.06
Berlin /Ankara - Schauspielerin Sibel Kekilli, die mit dem Film
"Gegen die
Wand" zahlreiche Filmpreise gewann, ist bekannt für ihre große
Liebe zu
Tieren. Erst im Frühjahr diesen Jahres reiste die türkischstämmige
Prominente für PETA (People for the Ethical Treatment of Animals)
nach
Ankara um die Tiersschutzbewegung bei einer Demonstration zu
unterstützen.
Kekilli hatte erfahren, dass die Situation für heimatlose Tiere
immer
katastrophaler wird. So hatte man Hunde massenweise eingefangen und
teils
noch lebend auf Müllhalden vergraben oder gefesselt, vergewaltigt
und dann
erschlagen.
Gestern hat Sibel Kekilli gemeinsam mit PETA den türkischen
Botschafter
Mehmet Ali Ýrtemçelik in Berlin aufgesucht und einen deutlichen
Appell an
ihr Heimatland gesprochen:
"Geburtenkontrolle ist das Wichtigste, das wir tun können, um
Hunden und
Katzen zu helfen. Indem wir die Geburt von Tieren verhindern,
ersparen wir
unzähligen Tieren einen grausamen Tod. Wenn auch die Türkeitouristen
mithelfen und einen freiwilligen Solidaritätseuro zum Fangen,
Kastrieren,
Freilassen entrichten, könnte gemeinsam vieles erreicht werden".
Sibel Kekilli präsentierte dem Botschafter eine Bildauswahl an
grausam
zugerichteten Tieren. Tausende streunender Hunde und Katzen werden
von den
Behörden oder Hotels eingefangen und getötet. Bei den
Vernichtungsaktionen
zeigt man sich wenig zimperlich. So ist das Vergiften mit Strychnin
ganz
besonders grausam und qualvoll, denn es verursacht Krämpfe und
schmerzhafte
Muskelkontraktionen.
Sibel Kekilli: "Ich appelliere an die türkischen Behörden und an
jeden
Einzelnen, den Schutz aller Tiere ernst zu nehmen. Das türkische
Tierschutzgesetz muss endlich konsequent umgesetzt werden. Ich
bitte aus
ganzem Herzen, Tieren mehr Achtung und Respekt entgegenzubringen"
Der Botschafter, selbst Besitzer eines Hundes, zeigte sich sehr
tierliebend
und offen für die Thematik. Er hat zugesagt, die angesprochenen
Themen den
zuständigen Stellen zur Kenntnis zu bringen.
Damit ihm das Anliegen immer gegenwärtig bleibt, hat Sibel Kekilli
ihr
Anzeigen-Motiv "Nicht jedes Leben hat ein Happy End" als Geschenk
mit einer
persönlichen Widmung überreicht, für das sie sich mit mehreren
Hunden
umgeben, von der Berliner Fotografin Nela König ablichten ließ.
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