Tierische Weihnachten:
Gemeinsames Spielen ist für Heimtiere das schönste Geschenk Quelle: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe 06.12.06
Tiere sind keine Weihnachtsüberraschung / Zentralverband Zoologischer
Fachbetriebe rät zu artgerechten Geschenken / Festschmaus: Risiko für
Vierbeiner
Süße Hundewelpen, quicklebendige Ziervögel oder anschmiegsame Katzen
bereichern das Leben und sind anregende Mitbewohner. Doch sie gehören nicht als
Überraschungsgeschenk unter den Weihnachtsbaum. Klaus Oechsner, Präsident des
Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), mahnt: "Wer ein Heimtier
halten möchte, muß sich zuerst über seine grundlegenden Bedürfnisse informieren
und sich vergewissern, daß die ganze Familie mit dem neuen Hausgenossen
einverstanden ist."
Kinder, die sich ein Tier wünschen, denken nur selten an
regelmäßiges Gassigehen, an das Reinigen von Nagergehegen oder an die
Haltungsbedingungen. Eltern sollten sich deshalb klar machen, daß sie die
Hauptverantwortung für die Tiere ihrer Kinder tragen. Umso besser sei es auch,
wenn sie bereits vor der Anschaffung eines Heimtieres klären, ob die Tierhaltung in
der Wohnung erlaubt und die Betreuung während des Urlaubs gewährleistet ist oder
ob möglicherweise eine Allergie gegen Tierhaare existiert.
Der ZZF rät, im
Zweifelsfalle zunächst Ratgeberliteratur über artgerechte Tierhaltung zu verschenken
und anstelle eines Heimtieres lieber einen Geschenkgutschein aus dem
Zoofachgeschäft unter den Tannenbaum zu legen.
Artgerechte Geschenke für Tiere
„Das schönste Weihnachtsgeschenk ist für Heimtiere nach wie vor das gemeinsame
Spielen und Herumtollen", erklärt Oechsner. Wer seinen tierischen Mitbewohnern
oder ihren Besitzern zu Weihnachten eine zusätzliche Freude machen will, kann
ihnen artgerechtes Futter und Zubehör schenken. Beliebt sind beispielsweise
Geschenkkörbe für Hunde mit leckeren Nikolaus-Kauknochen, Snacks und
Seilknochen, die zum Herumtollen einladen. Nützliche Geschenke für Vierbeiner sind
auch Produkte für die Zahnpflege oder Auto-Sicherheitsgurte.
Vorsicht bei Leckereien und beim Festschmaus
Bei tierischen Leckereien zu Weihnachten gilt: Weniger ist mehr. Ein gemästetes Tier
kann sich nur noch langsam bewegen und fühlt sich nicht wohl. Dennoch hält
Oechsner die meisten Weihnachtsgeschenke für sinnvoll: "Wenn es keine
Adventskalender mit Naschereien für Tiere gäbe, würden Tierhalter Schokolade aus
ihren eigenen Adventskalendern verfüttern, und das wäre gesundheitsschädlich."
Beim weihnachtlichen Festschmaus sollten sich Tierfreunde nicht von treuen Hunde-
oder Katzenaugen erweichen lassen und einem Vierbeiner keinesfalls etwas vom
Weihnachtsessen abgeben.
In der Regel ist die Festtagskost zu salzig und fettreich
für den Tiermagen und kann zu Verdauungsstörungen, Durchfall oder Erbrechen
führen. Hunde sollten vor allem keine Geflügelknochen bekommen, da diese leicht
splittern und schwere Magen- oder Darmverletzungen verursachen können. Ein
weiteres Tabu für den vierbeinigen Hausfreund ist Schokolade, weil das darin
enthaltene Theobromin bei Tieren zu Durchfall und Erbrechen, bei Hunden im
schlimmsten Fall sogar zum Tode führen kann.
Weitere Informationen rund um Heimtiere finden Tierfreunde unter www.zzf.de.
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