Hundeangst vor Knallern
Gegen die tierische Angst vorm Jahreswechsel Quelle: FRESSNAPF Tiernahrungs GmbH 11.12.06
 » (c) Foto: Ram Raider | So mancher Vierbeiner steht in der Silvesternacht gar nicht sicher auf seinen Pfoten: Mit zitternden Beinen, eingezogenem Schwanz oder verstörtem Blick hinterlassen Hunde und Katzen einen traurigen Eindruck, sobald die ersten Böller gezündet werden. Kein Wunder, das Gehör der Tiere ist um ein Vielfaches ausgeprägter als das des Menschen. Die Tierärzte der Fachmarktkette Fressnapf erklären, wie Tierhalter ihre Lieblinge in dieser kritischen Zeit am besten begleiten.
Seien Sie sich am Tag des 31.12. Ihrer Funktion als Leitfigur bewusst: Hört Ihr Hund beispielsweise nicht mehr auf zu Jaulen oder macht einen jammervollen Eindruck - bemitleiden Sie ihn nicht! Beruhigende Trostworte oder übertriebene Fürsorge erwecken in ihm das Gefühl, dass er allen Grund zur Angst hat. Ignorieren Sie ihn lieber, auch wenn es schwer fällt. Je gelassener Sie als höheres Wesen in der Rangordnung reagieren, desto sicherer ist auch Ihr Hund. Bei Katzen ist das übrigens genau umgekehrt: Ihnen hilft es, wenn Sie ihnen gut zureden. Klassische Musik aus Ihrem Lautsprecher lenkt beide Tierarten ab und wirkt beruhigend auf sie. Schaffen Sie ängstlichen Katzen oder Hunden eine Rückzugsmöglichkeit in einem fensterlosen oder abgedunkelten Raum. Wenn Ihr Hund sich in eine Ecke oder unter den Tisch verkriecht, lassen Sie ihn - dort fühlt er sich geschützt.
Sind die Reaktionen Ihres Hundes oder Ihrer Katze zu Silvester regelrecht panisch, helfen gegebenenfalls Beruhigungsmittel - sprechen Sie möglichst schon einige Wochen vor Silvester Ihren Tierarzt darauf an. Er empfiehlt Ihnen ein geeignetes Medikament, das Sie nach seiner Anweisung geben müssen. Greifen Sie keinesfalls ohne ärztlichen Rat zu irgendwelchen Beruhigungsmitteln. Besonders Katzen reagieren auf einige Mittel statt mit Ruhe mit starken Erregungszuständen.
Hundebesitzer können mit ihrem Vierbeiner im Vorfeld auch eine Desensibilisierung starten, denn das Tier kann durchaus lernen, mit dem ungewohnten Lärm umzugehen. Hundetrainer bieten ein solches Programm unter Anleitung an; dabei lernt der Hund zum Beispiel schrittweise laute Geräusche wie knallende Sektkorken oder einen Pistolenschuss kennen. Allerdings sollten Sie damit schon früh im nächsten Jahr beginnen, damit die ganze Familie an Silvester 2007 gelassen bleiben kann.
Gefahr für Vierbeiner
Zum Jahreswechsel sind es nicht nur Geräusche, die die Freiheit von Hund, Katze, Herrchen und Frauchen beeinträchtigen, sondern auch die Explosionskraft der Knaller und Raketen. Das kann Ihrem Tier gefährlich werden. Deshalb sollten Sie Ihre Katze schon ab dem Vormittag nicht mehr nach draußen lassen. Ihren Hund lassen Sie den ganzen Tag besser angeleint. So kann er bei einem erschreckenden Knall nicht verstört weglaufen und Sie haben die Kontrolle darüber, wohin er tritt oder was er frisst - Überbleibsel von Böllern können nämlich durchaus sein Interesse wecken. Idealerweise gehen Sie zu Zeiten Gassi, in denen noch nicht allzu viel geballert wird.
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