Hilfe bei Tierpanik zum Jahreswechsel
Für Haustiere ist Silvester alles andere als ein Anlass zur Freude. Quelle: aktion tier - menschen für tiere e.V. 19.12.06
Berlin/München, 15.12.2006. Für Haustiere ist Silvester alles andere
als ein Anlass zur Freude. Ganz im Gegenteil - vor allem ein Großteil
der Hunde reagiert regelrecht hysterisch auf die Knallerei. Die
Vierbeiner leiden in der Fachsprache unter Geräuschangst.
Tierbesitzer, die in dieser Situation beruhigend auf sie einwirken,
meinen es gut, handeln aber gänzlich falsch. Frau Dr. Tina Hölscher,
Tierärztin der aktion tier e.V. erklärt warum: "Wenn der Besitzer um
zwölf Uhr mit seinem Tier unter die Bettdecke kriecht und es tröstet
während es knallt, fühlt es sich in seiner Angst noch bestätigt. Es
denkt sich, wenn mein Herrchen mir jetzt so viel Aufmerksamkeit
schenkt, muss etwas besonders Schlimmes los sein. Daher ist es am
besten, als Halter die Angst des Tieres völlig zu ignorieren. Damit
demonstriert man dem Hausgenossen, dass gar nichts besonders los
ist."
Präventiv sollte die Silvesternacht mit ängstlichen Tieren an einem
ruhigen Ort, wo möglichst wenig Raketen gezündet werden, verbracht
werden. Trainingseinheiten mit Geräusch-CDs können im Vorfeld
langfristig zu einer Besserung führen. Für besonders panische Tiere
kommt eine medikamentelle Versorgung in Betracht. Dies muss natürlich
in enger Absprache mit dem Haustierarzt erfolgen. Es können dabei
weniger stark wirksame Mittel wie Pheromone zum Einsatz kommen, aber
auch echte Psychopharmaka mit einer angstlösenden Wirkung stehen für
extrem empfindliche Tiere zur Verfügung. Letztere müssen über mehrere
Tage und nach Silvester in abnehmender Dosierung verabreicht werden.
Daher sollten sich interessierte Tierbesitzer schon jetzt mit ihrem
Tierarzt in Verbindung setzen, um die Vorgehensweise im Detail
abzustimmen.
Die Tierschutzorganisation aktion tier - menschen für tiere e.V. ist
mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten
Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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