Hundemäntel
Modischer Schnickschnack oder sinnvolles Tierzubehör? Quelle: WOLTERS CAT&DOG GmbH 10.01.07
Unsere Hunde werden heute kaum noch im Zwinger, sondern in der Wohnung gehalten. Meist steht das Hundekörbchen vor der Heizung, damit es der vierbeinige Liebling besonders in der kalten Jahreszeit schön warm und kuschelig hat. Hier verbirgt sich das erst Problem. Der Wohnungs-Hund entwickelt weniger Winterfell, umso wärmer die Temperatur in der Wohnung.
Das führt jedoch dazu, dass der Hund bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch einer erheblichen Temperaturschwankung bei den Spaziergängen ausgesetzt ist. Hinzu kommt, dass unsere Hunde zu warm gebadet oder nach dem Spaziergang warm abgeduscht werden. Dies verändert die Fellstruktur und das Fell wird empfindlicher gegen Nässe.
Außerdem kommt ein großer Teil unserer Rassehunde wie z. B. der gerade sehr beliebte Rhodesian Ridgeback aus viel wärmeren Gebieten, was dazu führt, dass eine Haut- und Fellstruktur auf Kälte nicht ausgelegt ist. Diese Hunde, auch solche die aus südlichen Gefilden mitgebracht werden, trifft es hier bei Frost und Nässe besonders hart. Sie finden ein neues Zuhause, aber auch ein ganz anderes Klima vor.
Vor diesem Hintergrund sind Hundemäntel wichtig und zweckmäßig, wenn der Hund eher ein Stubenlöwe ist, und er beim Gassigehen den extremen Temperaturschwankungen zwischen 20° C Raumtemperatur und - 10° C Außentemperatur ausgesetzt ist.
Der Hundebesitzer sollte jedoch beachten, dass warme Mäntel mit Innenfutter nicht zu früh angezogen werden, weil dann ein veränderter Hautstoffwechsel und die Fellbildung für die kalte Jahreszeit nicht einsetzen. Außerdem darf der Mantel die Bewegungsfreiheit des Hundes nicht einschränken. Falsch geschnittene oder schlecht sitzende Mäntel gefährden den Hundbeim Treppenlaufen und haben schon oft zu schlimmen Stürzen geführt. Das Sprichwort "Bei dem Wetter schickt man doch keinen Hund vor die Tür" hat seinen Ursprung aus dem natürlichen Verhalten des Hundes. Kein Hund würde bei Regen, Wind und Kälte sein geschütztes Plätzchen freiwillig verlassen.
Heute muss er, denn das moderne Hundeleben richtet sich vorrangig nach den Prioritäten des Hundehalters. Der Hund wird eine Stunde nach dem Fressen ausgeführt. Im Prinzip sind die Fütterung und der Spaziergang in festen Rhythmen richtig. Doch während der Mensch sich mit warmer Kleidung, Gummistiefeln und Regenschirm ausrüstet, wird sein Hund ohne jeglichen Schutz aus der Wohnung gezerrt.
Im Fachgeschäft bekommt der Hundehalter qualifizierte Auskünfte darüber, ob ein Hundemantel, und wenn ja, in welcher Form, für das Tier benötigt wird.
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