Hund und Katz: Tierisch fit durch den Winter
Auch Tiere können unter der Kälte leiden Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V. 06.02.07
 » (c) Foto: Spencer Teal | Der Deutsche Tierschutzbund weist angesichts der aufkommenden Kälte
darauf hin, dass auch Tiere unter den winterlichen
Witterungsverhältnissen leiden können. Besonders beim Gassigang sei
Vorsicht geboten. "Winterbekleidung" für Tiere ist aber unnötig und
nicht artgerecht, so der Verband in Bonn.
T-Shirts, Mäntel und Schuhe gehören nicht zur Standardausrüstung
eines Hundes und sollten diesem nach Ansicht des Deutschen
Tierschutzbundes bestenfalls auf Anweisung des Tierarztes im
Krankheitsfall oder bei Verletzung zugemutet werden. Ein gesunder
Hund wird durch Bekleidung in seiner Bewegungsfreiheit gehindert und
sein natürlicher Wärmehaushalt gestört. Als Wärmeschutz reicht das
Fell in der Regel vollkommen aus. Damit dieser natürliche Wärmeschutz
auch bewahrt bleibt, sollten die Tiere im Winter nicht zu oft gebadet
oder gar shampooniert werden, so der Verband in Bonn.
"Für den Gassigang gilt, zügig gehen, damit der Hund immer in
Bewegung bleibt. Sobald Sie aber merken, dass Ihr Hund zittert,
beenden Sie den Gassigang", rät Wolfgang Apel, Präsident des
Deutschen Tierschutzbundes. Zudem empfiehlt der Deutsche
Tierschutzbund bei kurzhaarigen und dünnen Hunde auf den sonst
üblichen ausgedehnten Gassigang zu verzichten und stattdessen
mehrmals kürzere Gänge an der frischen Luft zu machen. Da sich das
Autoinnere rasch abkühlt, sollten Tierfreunde ihre Tiere auch nicht
im Auto warten lassen.
Nach dem Spaziergang müssten zudem die Pfoten auf Verletzungen
untersucht werden, die bei kalten Temperaturen besonders schnell
auftreten könnten. "Auch wenn Hunde Schnee zum fressen gern haben,
ist es ratsam darauf zu achten, dass die Tiere diesen nicht zu sich
nehmen", so Apel. Die Kälte und der möglicherweise im Schnee
enthaltene Dreck oder gar Streusalz könnten zu Erbrechen, Durchfällen
oder sogar Magen- und Darmentzündungen führen.
Katzen verbringen bei eisigen Temperaturen die Nacht am besten im
Haus. Eine Katze mit Freigang müsste jedoch jederzeit die Möglichkeit
haben, in der Wohnung Schutz zu suchen.
Zwar vertragen Pferde, Rinder und Schafe kalte Temperaturen gut, bei
den extremen Temperaturen sei es jedoch ratsam, die Bedingungen in
der Freilandhaltung zu optimieren. So sollten regelmäßig die Tränken
kontrolliert werden, da die Gefahr besteht, dass das Wasser
einfriert. Für die Tiere ist es zudem wichtig, dass auch ein
Witterungsschutz vorhanden ist. Dazu gehörten tief eingestreute
Liegeflächen und mindestens so genannte Windnetze. Der Deutsche
Tierschutzbund weist darauf hin, dass auch der Futterbedarf bei Kälte
höher ist als sonst und häufigere Kontrollgänge als sonst auf den
Weiden durchgeführt sollten.
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