Touristikmesse Berlin
PETA fordert vonTürkei besseren Umgang mit Tieren Quelle: PETA 09.03.07
Schluss mit vergiften, erschlagen und verhungern lassen von heimatlosen Tieren
Berlin/Gerlingen – Die Internationale Tourismus-Börse Berlin, die vom 7. bis 9. März
stattfindet nutzt die internationale Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical
Treatment of Animals) als Plattform für die Tiere und fordert vom Urlaubsland Türkei eine
radikale Kehrtwende im Umgang mit heimatlosen Tieren.
„Wir wissen, dass sehr viele Städte, Gemeinden und Hotels in der Türkei auf grausame
Weise tausendfach heimatlose Hunde und Katzen vergiften, erschlagen, lebendig auf
Müllhalden begraben oder in den städtischen Tierheimen verhungern und verdursten lassen.
Die Bilder und Videos die uns vorliegen übersteigen längst das Maß des Erträglichen. Wir
werden dies nicht länger hinnehmen und fordern auch die in die Türkei Reisenden auf,
Konsequenzen zu ziehen, sollte sich an dieser unwürdigen Situation nicht umgehend etwas
ändern“, so Carola Schmitt von PETA.
Konkret kann sich PETA gut vorstellen, dass tierliebende Urlauber bald nicht mehr in der
Türkei Urlaub machen. „Wenn Geld die einzige Sprache ist, die die türkische Politik
versteht, dann werden die tierliebenden Urlauber diese Sprache sprechen müssen“, so PETA.
Zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Tierschutzorganisationen und Berge von
Briefen hätten die Verantwortlichen bereits erhalten und lediglich mit Ignoranz und leeren
Versprechungen reagiert.
Als Lösung des Tierschutzproblems sieht PETA das konsequente Kastrieren und danach
Zurücksetzen der Tiere in ihr vertrautes Territorium. Mit dieser Vorgehensweise könnte den
Tieren langfristig geholfen werden. Auch die Weltgesundheitsorganisation spricht sich für
eine solche Lösung zur Eindämmung der Überpopulation aus. Türkeitouristen würden diese
humane Lösung gerne durch eine Tierschutzsteuer finanzieren helfen, vorausgesetzt die
Politik sorgt per Gesetz dafür, dass auch türkische Hunde- oder Katzenbesitzer ihr eigenes
Haustier nicht unkastriert auf die Straße lassen.
In jüngster Zeit hatte sich für die Tiere und im Namen von PETA auch die Schauspielerin
Sibel Kekilli, die mit dem Film „Gegen die Wand“ zahlreiche Filmpreise gewann, stark
gemacht. Sie reiste mit zu einer Großdemonstration in Ankara und veröffentlichte außerdem
zum Thema das Anzeigen-Motiv „Nicht jedes Leben hat ein Happy End“ für das sie sich
mit mehreren Hunden umgeben, von der Berliner Fotografin Nela König ablichten ließ.
Sibel wirbt hier für PETAs Kampagne der Geburtenkontrolle von heimatlosen Hunden in
der Türkei.
„Ich bin fassungslos, wie grausam man mit den heimatlosen Hunden in der Türkei umgeht.
Die Öffentlichkeit muss erfahren, welches Elend sich tagtäglich in der Türkei abspielt“, so
Sibel Kekilli.
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