Mitteldeutsche Zeitung: Streit um Kampfhundegesetz
Für Sachsen-Anhalt Rasseliste mit vier Arten Quelle: Mitteldeutsche Zeitung 11.10.07
Halle (ots) - Im Streit um ein Kampfhundegesetz für Sachsen-Anhalt
will die SPD dem Koalitionspartner CDU entgegenkommen. Ein
Kompromissangebot der Sozialdemokraten sieht zwar die Einführung der
umstrittenen Rasseliste vor, aber nur mit vier statt elf Hundearten.
Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung in
ihrer Dienstag-Ausgabe. "Ich bin zuversichtlich, dass wir uns darauf
mit der CDU einigen können", sagte SPD-Innenexperte Bernward Rothe.
Die SPD schlägt laut Rothe eine Rasseliste mit den Arten
Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier,
Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier vor. Diese Tiere dürften
dann nur noch unter Einschränkungen gehalten werden. So müssten die
Hunde etwa mit einer Wesensprüfung ihre Ungefährlichkeit und die
Halter ihre Sachkunde nachweisen. Die SPD wollte ursprünglich eine
Liste mit elf Rassen, die unter anderem auch Mastiffs und Mastinos
umfasste.
"Die vier jetzt vorgeschlagenen Rassen gibt es häufiger als die
anderen", sagte Rothe. Auch seien vom Bund ausgesprochene
Import-Verbote vom Bundesverfassungsgericht bestätigt worden, so dass
die Vierer-Liste rechtssicher wäre.
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