Hunde-News vom 20.07.2008
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   Ungesundes Erbe
Rundwürmer bei Hunden „im Keim ersticken“
Quelle: Pressebüro Vennebusch
20.07.08

Die meisten Hunde sind von Geburt an mit Rundwürmern infiziert. Denn: Rundwürmer werden zu 98 % bereits im Mutterleib auf Hundewelpen übertragen. Grund dafür ist, dass die Larven bestimmter Rundwürmer beim erwachsenen Tier in die Muskulatur wandern und sich dort abkapseln. Diese so genannten "Ruhestadien" werden später im Laufe des Lebens unter Stress immer wieder frei und befallen dann den Darm des Hundes. Besonders unter dem hormonellen Einfluss einer Trächtigkeit findet eine solche Aktivierung ruhender Stadien im Muttertier statt, die dann die ungeborenen Hundewelpen noch im Mutterleib infizieren.



"Diese Form der Übertragung ist von den Würmern sehr schlau. Die Würmer können so sicher sein, dass sie garantiert von Generation zu Generation weitergegeben werden", erklärt Prof. Dr. Thomas Schnieder. Leiter des Instituts für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Sinnvoll ist es natürlich, das Muttertier so zu behandeln, dass die Welpen erst gar nicht angesteckt werden können. Für diesen Zweck gibt es in Deutschland derzeit aber kein zugelassenes Medikament. Untersuchungen zeigen jedoch, dass durchaus geeignete Wirkstoffe zur Verfügung stehen. In Studien zeigte sich vor allem das für Hunde zugelassene Moxidectin (Advocate) geeignet, da es als moderne Wurmkur, die in den Nacken der Hunde geträufelt wird, nicht nur die Würmer im Darm, sondern auch die Larven nach Reaktivierung aus der Muskulatur abtötet.

Eine einmalige Anwendung von Advocate am 55. Tag der Trächtigkeit reicht aus, um eine Übertragung von Rundwürmern von der Mutter auf die Welpen in der Trächtigkeit komplett auszuschließen. Auch der Wirkstoff Fenbendazol ist geeignet, dieser aber muss ab dem 40. Trächtigkeitstag bis zur Geburt täglich verabreicht werden, was sehr aufwändig und kaum praktikabel ist.


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