Hunde-News vom 14.11.2008
Tierische Weihnachtsgeschenke
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   Tierische Weihnachtsgeschenke
Aber bitte artgerecht!
Quelle: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.
14.11.08


» Mehr Infos
Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) mahnt: Tiere sind kein Überraschungsgeschenk / Artgerechte Geschenke für Heimtiere / ZZF-Checkliste für tierschutzwidriges Zubehör / Vorsicht beim Festschmaus

19. November 2008 Wiesbaden - Weihnachten ohne Tiere ist wie der Stall von Bethlehem ohne Ochs und Esel – wenn die Menschen feiern, dürfen unsere tierischen Mitbewohner nicht fehlen. Tiere gehören jedoch nicht als gut gemeinte Überraschungsgeschenke unter den Weihnachtsbaum. Auch der Kauf von tierischen Geschenken darf die Gesundheit der Tiere nicht gefährden. „Wer Heimtiere ohne Beratung und Zustimmung des Beschenkten verschenkt, ist kein Tierfreund. Eine glückliche Beziehung zwischen Tier und Mensch kann nur entstehen, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden. Dazu gehören genügend Auslauf und Zuwendung, aber auch artgerechtes Zubehör, das den Tieren keinen Schaden zufügt“, erklärt Klaus Oechsner, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF).

Artgerechte Geschenke für Heimtiere
Das Angebot an tierischen Weihnachtsgeschenken im Zoofachhandel lässt keine Wünsche offen. Besonders beliebt sind Adventskalender mit artgerechten Naschereien für Vierbeiner. Hunde freuen sich über Geschenk-Körbe mit leckeren Nikolaus-Kauknochen oder über Weihnachtssocken, die mit quietschenden Schneemannfiguren oder Spieltauen für das Zahntraining gefüllt sind. Beliebt sind alle Spielsachen, die Instinkte wie Auflauern, Jagen oder Kämpfen unterstützen. Nützliche Geschenke wie Hunde-Sicherheitsgurte für Autofahrten sind nicht nur zu Weihnachten bestens geeignet. Um den Jagdinstinkt von Katzen zu befriedigen, eignen sich beispielsweise Rentiere auf einer wippenden Sprungfeder oder aufziehbare Adventsmäuse. Das anschließende Mittagsschläfchen genießen Vierbeiner besonders gerne in warmen Tierkissen und Kuschelhöhlen.



Für Kleintiere bietet der Fachhandel unter anderem Weihnachtssäckchen und Nikolausstiefel an, die mit leckeren Drops, Gemüserauten und Minisnacks gefüllt sind. Zum gesunden Knabbern eignen sich auch Weihnachtsbäume aus Petersilie und Karotten, die sich am Gehege aufhängen lassen. Für die sportliche Bewegung der Kleintiere sind zum Beispiel tiergerechte Rampen oder Laufräder geeignet. Hamster und Mäuse können es sich anschließend in kuscheligen Weihnachtsstrümpfen gemütlich machen. Auch die verschiedenen Ziervogelarten müssen an Weihnachten nicht zu kurz kommen. Der Fachhandel bietet exotische Keimfuttermischungen, Kräuterkräcker sowie Vogelspielzeug wie Schaukeln, Kletteräste und Wippen aus Holz an.

Im Zoofachhandel gibt es auch Weihnachtsgeschenke für Heimtierhalter, beispielsweise aufklappbare Bilderrahmen mit einem Pfotenabdruck des geliebten Vierbeiners. Mit Hilfe einer beigefügten Modelliermasse wird der Abdruck genommen und neben das Foto in den Bilderrahmen eingesetzt.

ZZF-Checkliste für tierschutzwidriges Zubehör
Bei der Anschaffung von Tierspielzeug empfiehlt der ZZF, auf die Materialien und tiergerechte Ausführung zu achten. „Manche Artikel für Heimtiere wie zum Beispiel geschlossene Autos für Hamster oder Vogel-Spiegel sind tierschutzwidrig und gefährden die Tiere“, mahnt Oechsner. Ob der gewünschte Artikel ungefährlich ist, können Tierhalter in der ZZF-Checkliste für tierschutzwidriges Zubehör unter http://www.zzf.de (Rubrik Tier- und Naturschutz) kostenfrei nachlesen. Vorsicht geboten ist bei Vinylprodukten, die mit Weichmachern versetzt sind, welche nach dem Abbeißen und Verschlucken durch den Magensaft herausgelöst werden und spitze Plastikkristalle hinterlassen. Zu empfehlen sind Spielzeuge aus Naturmaterialien wie Latex oder Baumwolle. Tierhalter sollten vor dem Erstgebrauch prüfen, ob das Tierspielzeug intakt ist oder ob zum Beispiel Gefahr droht durch versteckte Draht-, Glas- oder Kunststoffteile.

Vorsicht bei Leckereien und beim Festschmaus
Bei Leckereien gilt generell: Weniger ist mehr. Ein gemästeter Dackel, dessen Bauch beim Gassigehen den Bürgersteig berührt, leidet unter falsch verstandener Tierliebe. Grundsätzlich hält Oechsner weihnachtliche Leckereien jedoch für sinnvoll: "Wenn es keine Adventskalender mit artgerechten Naschereien für Tiere gäbe, würden manche Tierhalter, insbesondere Kinder, womöglich Schokolade aus ihren eigenen Adventskalendern verfüttern. Das wäre gesundheitsschädlich, weil das darin enthaltene Theobromin bei Tieren zu Durchfall und Erbrechen, bei Hunden im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen kann.“

Auch beim weihnachtlichen Festschmaus dürfe man sich nicht von treuen Hunde- oder Katzenaugen erweichen lassen. In der Regel ist die Festtagskost zu salzig und fettreich für den Tiermagen. Die Tiere bekommen möglicherweise Verdauungsstörungen, Durchfall oder erbrechen sich. Hunde sollten vor allem nicht an Geflügelknochen nagen, da diese leicht splittern und schwere Magen- oder Darmverletzungen verursachen können.


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