Reisekrankheiten
Wenn es mit dem Vierbeiner in den Urlaub geht Quelle: aktion tier - menschen für tiere e.V. 11.08.09
 » (c) Foto Roman Balog | Berlin/ München, 31.07.2009. Viele möchten, wenn es möglich ist ihr geliebtes Haustier mit auf Reisen nehmen, doch Vorsicht ist geboten, vor allem in den südlichen Ländern. Zu den so genannten „Reisekrankheiten“ zählen vor allem Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose und Dirofiliarose. Sie werden durch in wärmeren Ländern vorkommende Zecken oder Mücken übertragen, woher auch der Begriff „Reisekrankheit“ abgeleitet ist. Die Babesiose wird durch Zecken übertragen. Die Erreger befallen die roten Blutkörperchen. Stellen Sie bei Ihrem Hund nach einigen Tagen bis mehreren Wochen nach Aufenthalt in einem warmen Urlaubsland Schwäche, Fressunlust oder –verweigerung, blasse oder gelbe Schleimhäute bzw. Fieber fest suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf.
Auch die Ehrlichiose wird durch eine bestimmte Zeckenart übertragen. Anders als bei der Babesiose werden hier die weißen Blutkörperchen befallen. Nach einer Inkubationszeit von einer Woche bis zu einem Monat können Symptome wie Fressunlust oder –verweigerung, Schwäche, Fieber und Blutungen auftreten. Die Ansteckung mit Leishmanien erfolgt über Sandmücken. Bis zum Auftreten auffälliger Veränderungen kann es Wochen bis Jahre dauern. Hierbei fallen den Besitzern vor allem die häufig auftretenden diversen Hautveränderungen wie haarlose Stellen, Geschwüre oder Schuppenbildung auf. Aber auch bei vermindertem Antrieb, vermehrtem Fressen bei Gewichtsabnahme, vermehrtem Urinabsatz, Muskelschwund, Erbrechen, Durchfall, Nasenbluten, etc. sollte die Ansteckung mit Leishmanien in Betracht gezogen werden. Dirofilarien werden durch Stechmücken übertragen. Die entwickelten Larven setzen sich vor allem in großen Lungengefäßen und im Herzen ab. Daraus resultieren auch die nach etwa einem halben Jahr auftretenden Symptome wie verminderte Leistungsfähigkeit, Husten und angestrengte Atmung.
Daniel Prengel, Veterinär bei der der aktion tier-tierrettung münchen rät deshalb bevor man mit dem Vierbeiner die Reise in den Sonnenurlaub antritt, rechtzeitig einen Tierarzt zu konsultieren: „ Mit einer Antizeckenbehandlung kann man dem Befall von Babesiose und Ehrlichiose vorbeugen bzw. das Risiko eines Befalls minimieren. Die Sandmücken können durch ein Protectorhalsband abgewehrt werden. Herzwurmprophylaxe wird mit entsprechenden Wurmmitteln durchgeführt.“
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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