Im Garten lauern tödliche Gifte auf Hund und Katze
So manche beliebte Pflanze ist eine giftige Schönheit Quelle: Miniwolf & Stubentiger 17.07.10
Es ist schön, wenn es im Garten grünt und blüht. Doch so manche beliebte Pflanze ist eine giftige Schönheit“, warnt Tierheilpraktikerin und Tierpsychologin Marion Friedl (46) aus Goppertshofen bei Dachau. „Wenn Hund oder Katze giftige Planzen fressen, kann dies mitunter tödlich enden.“ Ob im Garten oder beim Spaziergang – Vorsicht ist geboten und im Ernstfall muss das Tier sofort zum Tierarzt.
„Es kann lebensrettend sein, die Alarmsignale für Vergiftungen zu kennen“, so Marion Friedl. Hierzu zählen häufiges Erbrechen und vermehrtes Speicheln verbunden mit Krämpfen, Schaum am Maul oder Blut im Urin und im Erbrochenen, Erregung, Durst, Herzrasen, Kreislaufkollaps, weite Pupillen, Atemprobleme, Schluckstörungen, Lähmungen, Durchfall, Würgen, Bewusstlosigkeit, Entzündungen von Magen, Darm, Nieren, Haut und Lippen.
Natürlich sollte man auch wissen, welche Pflanzen gifitig sind und was sie verursachen können. Hier einige Beispiele: Agaven-Blätter verursachen Krämpfe, Magen- und Darmentzündungen. Beim Alpenveilchen sind alle Teile, aber besonders die Knolle, giftig und es kann zu Durchfall, Erbrechen, Krämpfen, Kreislaufstörungen und Lähmungen kommen. Wird der Aronstab oder die Calla gefressen – kann dies bis zum Tod durch Lähmung des Zentralnervensystems führen. Die Beeren der Stechpalme sorgen für Durchfall und Erbrechen, doch wird an der Schusterpalme geknabbert, kann eine tödliche Atemlähmung drohen. Gleiches gilt für die Blätter und Blüten der Azalee, für alle Pflanzenteile von Herbstzeitlosen, Hyazinthen, Oleander und Lilien sowie für den Samen der Lupine. Efeu-Blätter rufen Durchfall, Erbrechen und Krämpfe hervor; das kann auch tödlich enden. Auf Beeren, Blätter und Rinde der Hortensie wird mit Durchfall und Erbrechen reagiert. Das Maiglöckchen verursacht Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und – wie auch bei Tulpen - tödliches Kreislaufversagen. Narzissen-Zwiebeln sind für heftige Krämpfe und schwere Magen-/Darmentzündungen verantwortlich.
Neben den Pflanzen können auch Mäuse-, Rattengift, Schneckenkorn, Insektizide und Grillanzünder, Spiritus und Putzmittel zur tödlichen Gefahr werden. Chemikalien deshalb wegschließen! Nicht vergessen: Pilze sollten für Tiere tabu sein und Insektenstiche sind gefährlich, wenn das Tier in die Schnauze oder den Halsbereich gestochen wird, eine Allergie hat oder wenn zu viele Bienen/Wespen stechen.
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