Hunde-News vom 05.10.2010
So findet man einen guten Tierpsychologen
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   So findet man einen guten Tierpsychologen
Tierpsychologen helfen dann weiter, wenn der Hunde- oder Katzenbesitzer am Ende seines Lateins ist
Quelle: Miniwolf & Stubentiger
05.10.10

Tierpsychologen helfen dann weiter, wenn der Hunde- oder Katzenbesitzer am Ende seines Lateins ist. „Tierpsychologe ist ein freier Beruf“, erklärt die Tierpsychologin Marion Friedl (46) aus Goppertshofen bei Dachau. „Das bedeutet, dass sich eigentlich jeder Tierpsychologe nennen kann, egal ob er eine Ausbildung absolviert hat oder sich das Wissen angelesen hat.“ Deshalb sollten Tierhalter sorgfältig bei der Auswahl eines Tierpsychologen sein, denn er sollte sein Handwerk gelernt haben.

Die Tierpsychologin Marion Friedl (www.miniwolfundstubentiger.de) wurde an der Akademie für Tiernaturheilkunde (ATN) ausgebildet und verrät, wie man einen guten Tierpsychologen findet:



1.Fragen Sie, ob der Tierpsychologe seine Ausbildung gemacht hat und lassen Sie sich ggf. eine Ausbildungsbescheinigung zeigen.

2.Ein guter Tierpsychologe macht Hausbesuche, denn er muss Mensch und Tier in der gewohnten Umgebung und in der Problemsituation beobachten und die Haltungsbedingungen sehen.

3.Seriöse Tierpsychologen weisen darauf hin, dass eine Fernberatung nur allgemeine Empfehlungen beinhaltet und keine Therapie ist. Achtung: Finger weg von zweifelhaften Angeboten, wie: Schicken Sie mir ein Foto Ihres Tieres und Ihr Tier verrät mir dann, was ihm fehlt!

4.Wenn der Tierpsychologe beim ersten Hausbesuch viel fragt, nimmt er seinen Job ernst. Ob Unterbringung, Ernährung, evtl. Erkrankungen, Beschäftigung, Erziehung, schlechte Erfahrungen, berufliche und private Situation – all das und mehr muss erfragt werden, um ein möglichst genaues Bild von Tier und Mensch zu bekommen.

5.Jeder gute Tierpsychologe lässt sich das problematische Verhalten schildern und möglichst auch vorführen. 6.Trainings- und Therapievorschläge wird ein gewissenhafter Tierpsychologe erklären, vorführen und auch vom Tierbesitzer ausführen lassen.

7.Keiner kann einen Tierbesitzer dazu zwingen, den Tierpsychologen mehr als einmal kommen zu lassen. Aber: Der Trainingserfolg kann nur mit zwei und mehr Hausbesuchen (je nach Hartnäckigkeit des Problems) beurteilt werden.

8.Meist ist der erste Hausbesuch teurer, da er länger dauert als Folgebesuche. In Ballungsräumen kann das Honorar höher sein. Entsprechend variieren die Honorare zwischen ca. 40 und 90 € pro Besuch. Wird Trainingsmaterial benötigt (z.B. Erziehungsleinen), muss dieses zusätzlich gekauft oder vom Tierpsychologen (evtl. gegen Gebühr) geliehen werden.

9.Kein seriöser Tierpsychologe wird einen Trainingserfolg von heute auf morgen versprechen. Das dauert meist mehrere Wochen. Übrigens: Nicht immer lässt sich ein Fehlverhalten oder ein Verhaltensproblem korrigieren. Wunder kann auch ein guter Tierpsychologe nicht vollbringen, wenn z.B. ein Verhalten angeboren ist (z.B. starker Jagdtrieb) oder ein starkes Trauma vorliegt.


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