Haustier ja – aber welches passt zu wem ?
Wichtige Fragen vor dem Tierkauf Quelle: Miniwolf & Stubentiger 26.10.10
Schön, wenn ein Haustier einziehen soll, aber: „Vor dem Haustierkauf sollte man sich genau überlegen, welches Tier das Richtige ist“, so Tierpsychologin Marion Friedl (46) aus Goppertshofen bei Dachau (www.miniwolfundstubentiger.de). „Außerdem sollte man bedenken, dass es nicht beim Kaufpreis bleibt. Tiere kosten ihr Leben lang Geld – und Zeit.“ Viele Mädchen lieben Pferde, aber der Kaufpreis kann in die Tausender gehen und monatlich kommen mehrere hundert Euro zusammen, z.B. für Box, Futter, Wasser, Streu, Reitzubehör, Hufschmied, Tierarzt, Versicherung. Nicht vergessen: Ein Pferd wird bis zu 30 Jahre alt und will täglich bewegt werden.
Günstiger ist da ein Hund, doch auch sie futtern einiges weg. Hält sich das beim Yorkshire Terrier in Grenzen, so kann es beim Bernhardiner ins Geld gehen. Hinzu kommen auch hier laufende Kosten. Auch ein Hund, der bis zu 16 Jahre alt werden kann, benötigt Bewegung und Beschäftigung. Beispiel: Border Collies brauchen als Hütehunde viel Auslauf und Aufgaben für den Kopf. Achtung: Nicht immer sind kleine Hunde gemütlich, wie z.B. der Jack Russel Terrier als Power-Paket beweist.
Wer eine Katze (Lebenserwartung bis ca. 18 Jahre) will, sollte ebenfalls an die laufenden Kosten denken. Wichtig sind aber auch andere Dinge: Eine Siamkatze, die gerne laut plaudert, ist für die Mietwohnung nicht so geeignet wie eine ruhigere Europäisch Kurzhaar. Wer wenig Fellpflege bevorzugt, sollte sich nicht für eine Langhaarkatze (z.B. Perser) entscheiden. Übrigens: Auch Katzen wollen spielen und sich bewegen – also an Kletter-, Lauf-, Jagd- und Springmöglichkeiten denken.
Bei Nagetieren sollte man Eigenheiten kennen: Schade, dass der nachtaktive Hamster erst dann los legt, wenn das Kind schläft. Vorsicht bei Mehrfachtierhaltung: Im Gegensatz zu Meerschweinchen und Chinchillas sind Hamster Einzelgänger und beißen sich heftig. Alle brauchen Abwechslung im Käfig und Nagemöglichkeiten für die Zähne. Chinchillas benötigen zudem ein Sandbad für die Fellpflege.
Gut abwägen sollte man auch den Kauf eines Vogels: Papageien können sehr alt werden, sie fühlen sich mit Artgenossen am wohlsten, brauchen Freiflug und Gehirnjogging. Wellensittiche leben nicht so lange, sind aber ebenfalls gesellig und wollen fliegen und beschäftigt werden. Stimmt die Haltung bei Vögeln nicht, reagieren sie häufig mit Verzweiflungstaten, wie etwa dem Ausreißen von Federn.
Immer beliebter werden Exoten in der Wohnung, aber: Ob Schlange, Spinne, Echse, Schildkröte etc. – Exoten sind anspruchsvoll in der Haltung, nichts für Laien und können mitunter (z.B. Gifttiere) gefährlich werden.
Fazit: Beratung vor dem Tierkauf lohnt sich, damit es zwischen Tier und Mensch klappt. Viele Tierpsychologen bieten Beratung an und begleiten auch gerne zum Züchter oder ins Tierheim.
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