Kein verlässlicher Immunschutz
Spulwürmer: Auch ältere Hunde sind gefährdet Quelle: Bayer HealthCare 17.11.10
Leverkusen, November 2010 – Hunde können sich nahezu täglich und überall mit dem Hundespulwurm Toxocara canis anstecken. Häufig werden sie bereits als Welpen infiziert. Viele Hundehalter nehmen daher an, dass Hunde im Laufe der Jahre „immun“ würden und nicht mehr regelmäßig entwurmt werden müssten. Dies jedoch ist ein Trugschluss.
Prof. Dr. Thomas Schnieder, Leiter des Instituts für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover erklärt: „Spulwürmer durchlaufen im Hund verschiedene Entwicklungsstufen. Aus den Wurmeiern, die der Hund aus der Umwelt aufnimmt, entwickeln sich im Hund über mehrere Larvenstadien die erwachsenen Würmer. Diese siedeln sich im Darm an. Eine Immunität bildet sich jedoch nur gegen das erste parasitische Larvenstadium aus, nicht gegen die späteren Stadien und die erwachsenen Würmer. Aber auch die Immunität gegen dieses eine Larvenstadium kann nur dann wirksam werden, wenn der Hund eine ausreichend hohe Anzahl von Wurmeiern aufnimmt. Bei Aufnahme weniger Eier, wie sie im Alltag häufig vorkommt, kommt es daher trotzdem zu einem Befall mit ausgewachsenen Würmern im Darm des Hundes.“
Das heißt, ein Hund kann sich ein Leben lang mit Spulwürmern anstecken und – für andere Hunde und den Menschen – ansteckende Eier ausscheiden. Daher sollten auch bei älteren Hunden regelmäßige Entwurmungen mit einem Mittel vorgenommen werden, das gegen die erwachsenen Würmer und deren Larven wirksam ist. Weitere Informationen dazu in der Tierarztpraxis und im Internet unter www.parasitenfrei.de.
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