Hunde-News vom 10.05.2011
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    Anschluss dauerhaft gesucht!
Was treibt ein Hund eigentlich so, wenn er länger alleine zu Hause ist?
Quelle: FRESSNAPF Tiernahrungs GmbH
10.05.11


» (c) Foto: Ulrike Schanz
Was treibt ein Hund eigentlich so, wenn er länger alleine zu Hause ist? Socken aus dem Wäschekorb angeln und verschlingen, Schuhe und Möbel zerbeißen, herzzerreißend jaulen oder still vor sich hin leiden – die Bandbreite ist groß. Fest steht: Hunde wollen Gesellschaft. Die Experten der Fachmarktkette Fressnapf geben Tipps, wie Halter damit umgehen können.

Hunde sind Rudeltiere. Sie leben in Gemeinschaften und begreifen auch die Menschen, die mit ihnen zusammen leben, als ihr Rudel. Deshalb sollten sie nur begrenzte Zeit alleine gelassen werden. Bei Welpen unter sechs Monaten gelten maximal zwei Stunden als Richtwert, bei ausgewachsenen Tieren vier bis sechs Stunden. Alles, was darüber hinausgeht, kann für Sie und den Vierbeiner zum Problem werden. Manche Hunde zeigen bereits auffälliges Verhalten, sobald Frauchen oder Herrchen das Haus verlassen haben. Damit ist nicht automatisch Angst verknüpft; Für manche Hunde bedeutet es ein Verlust an Kontrolle, weil sie als Rudeloberhaupt zu Hause bleiben müssen!



Früh übt sich ...
Das Alleinsein lässt sich im genannten Rahmen trainieren. Und das braucht seine Zeit. Je jünger das Tier ist, desto besser. Vermitteln Sie Ihrem Hund, dass Sie auf sein unerwünschtes Verhalten – z. B. Winseln, Scharren – nicht reagieren. Öffnen Sie erst dann die Wohnungs- oder Zimmertür, wenn der Hund gerade ruhig ist. Bei Welpen können Sie das Training minutenweise steigern, indem Sie immer mal wieder aus dem Zimmer gehen. Mit der Zeit verlängern Sie Ihre Nicht-Anwesenheit. Wenn Sie wieder nach Hause oder in den Raum kommen, verhalten Sie sich normal und machen Sie kein Aufhebens darum, dass Sie wieder da sind. Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Tier Ihr Zurückkommen mit Winseln oder Bellen verknüpft – denn dann haben Sie später Schwierigkeiten, dieses Wissen wieder zu löschen.

Achten Sie außerdem darauf, dass der Vierbeiner schon genügend Auslauf hatte, satt und zufrieden ist, bevor Sie das Haus verlassen. Ängstliche Tiere, die nicht gut damit klar kommen, dass sie nun alleine für die vier Wände verantwortlich sind, platzieren Sie am besten in einer ruhigen Ecke. Sie sollten nicht direkt gegenüber der Eingangs- oder Zimmertüre liegen. Das verunsichert sie noch mehr und sie sind die ganze Zeit über angespannt. Gehört Ihr Tier zu denen, die sich gerne mal an etwas verbeißen, strafen Sie es nicht dafür, sondern bieten Sie künftig Alternativen an, z. B. Kauspielzeug. Bei stark auffälligem und störendem Verhalten empfiehlt es sich, gemeinsam mit dem Hund einen Trainer aufzusuchen. Dann können Mensch und Hund lernen, wer welche Rolle im Rudel innehat und was damit verbunden ist.

Acht Stunden alleine zu Haus?
Verantwortliche Hundefreunde schaffen sich in der Regel nur dann ein Tier an, wenn es nicht über längere Zeit alleine zu Hause verbringen muss. Doch was ist, wenn sich die Arbeits- oder Lebenssituation verändert? Mittlerweile gibt es viele Dienstleister, die Hundebetreuung stundenweise anbieten, oder die Wartezeit durch eine Runde Gassi gehen und Spielen verkürzen. Im Internet finden Sie solche Angebote mit den Suchbegriffen „Hundesitter“ oder „Hundebetreuung“. Ein Blick an das schwarze Brett am Ausgang Ihres Tierfachmarktes lohnt sich ebenfalls.


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