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Wie der Hund zur Weihnachtsmütze kam
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   Wie der Hund zur Weihnachtsmütze kam

Eine Geschichte von Britta Boenigk

Es war Heiligabend. In den Häusern der Menschen war schon alles für das große Fest vorbereitet. Die Tannenbäume waren reichlich geschmückt und in den Küchen duftete es so überaus herrlich, doch für das kleine Westiemädchen war die Küche gerade tabu. Hatte sie doch im letzten Jahr von Frauchens wunderbaren Braten gekostet. So lag sie etwas traurig vorm Kamin und beobachtete das bunte Treiben um sie herum. Als sie bemerkte, dass ihre Menschen sich anzogen, lief sie schnell zur Tür und setzte sich davor. «Jetzt geht es endlich los. Gassi gehen», dachte sie. Doch sie wurde enttäuscht. Frauchen würdigte die Leine keines Blickes.

Warten auf den Weihnachtsmann
Traurig ging das kleine Westiemädchen zurück zu ihrem Körbchen am Kamin und schleckte nachdenklich an ihrer Kaustange. Hatte sie irgendetwas angestellt? Nein, hatte sie nicht, da war sie sich sicher. Dieses Jahr war sie ganz brav gewesen. Kurz nachdem ihre Familie gegangen war, hörte sie ein merkwürdiges Geräusch. Sie hob den Kopf und schnüffelte erst in die eine, dann in die andere Richtung, doch da war nichts. Sie ließ den Kopf wieder auf das Kissen sinken. Kaum das sie das Kissen berührte hörte sie wieder das Geräusch.

Und plötzlich rauschte es im Kamin, erschrocken sprang sie auf und versteckte sich hinter dem Tannenbaum. Nach dem sich der Staub ein wenig gelegt hatte, sah sie zwei Beine die wie wild im Kamin zappelten. «Merkwürdig. Wieso hängt der denn da so komisch rum», dachte sie sich und pirschte sich vorsichtig an. Mit einem großen Satz packte sie den Einbrecher am Bein und zog so fest sie konnte. Da löste sich der Mann und landetet direkt vor ihr. Laut knurrend stand das Westiemädchen vor ihm, doch da erkannte sie wen sie da vor sich hatte: Es war der Weihnachtsmann.

Gemeinsam machten die zwei sich auf die Geschenke unter den Baum zu legen und die Spuren zu verwischen, die die merkwürdige Ankunft des Weihnachtsmannes hinterlassen hatten. Zum Dank, dass sie ihn aus der peinlichen Situation im Kamin befreit hatte, schenkte er ihr eine wunderschöne Weihnachtsmütze. Und immer wenn es Weihnachten wurde holte das Westiemädchen ihre Mütze hervor und wartete in ihrem Körbchen vorm Kamin auf den Weihnachtsmann.


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