Hundemalerei der besonderen Art - Tiermaler Claus Rabba und seine Hundeportraits
Ausdrucksstarke Kohlezeichnungen von Hunden zeichnet der Künstler Claus Rabba
aus Varel. Die Liebe zur Natur und zu Tieren durchdringt die Biografie des renommierten Künstlers
und spiegelt sich in seinen einfühlsamen Gemälden wieder. Claus Rabba ist Tiermaler mit Leib und
Seele. Er setzt sich wirklich mit den Themen auseinander, die er künstlerisch bearbeitet. Bilder
von ihm sind somit stets eng mit seiner Biografie verbunden.

Der Hundewelt verbunden fühlt sich Claus Rabba mehr durch intensive
Beobachtung als durch aktive Teilnahme. Mit professionell geschultem Blick konzentriert er
sich dabei auf die eigentlichen Protagonisten, auf die Hunde. Interessierten gibt der Künstler
aus dem friesischen Örtchen Varel im Rahmen internationaler Ausstellungen sowie auf Messen
Einsichten in seine Arbeit. Vordergründig beeindrucken Rabbas Kohleportraits durch aufmerksames
und subtiles Herausstellen der Eigenheiten und Eigenarten im Wesen des Hundes.
Auf den zweiten Blick dann wird die Professionalität und die künstlerische Präzision des
renommierten Tiermalers deutlich. Die Herausforderung der Portraitmalerei, die sich
durch eben diese Konzentration auf die Charakterdarstellung auszeichnet, verknüpft Rabba mit
einer intensiven Auseinandersetzung mit den kompositorischen Voraussetzungen und Möglichkeiten,
die ihm Material und Objekt bieten. "Für ein gutes Portrait reicht es nicht, den Ausdruck im Blick
des Hundes zu treffen, der seinem Charakter entspricht."
Wenn nicht im Vorfeld intensive Überlegungen über das Zusammenspiel von Formen, Flächen und
eingesetzten Materialien erfolgen, die die Stofflichkeit, das Fühlbarmachen von Material und
Linienführung, die Dynamik des Portraits ausmachen, dann gelingt auch das Herausstellen des
Charakters nur bedingt.
"Die Herausforderung, die sich dem Künstler dabei stellt, ist der
Dialog mit den Besitzern und auch mit den Hunden selbst. Für die Darstellung von wildlebenden
Tieren ist es notwendig, deren Lebensraum möglichst genau zu kennen, um das Verhalten der Tiere
quasi aus Sicht der Natur abzubilden und einen observierenden Blick zu vermeiden. Bei Hunden und
anderen Tieren, die mit Menschen leben, ist das ganz anders. Sie befinden sich in ständiger
Kommunikation."
Und diese Kommunikation ist es, die Portraitzeichungen überhaupt erst möglich macht. Claus
Rabba gelingt es, durch sensibles Herantasten die Charaktere der Hunde ebenso wie die Projektionen
ihrer Besitzer herauszuarbeiten und sich dabei seine eigene künstlerische Handschrift zu bewahren.
Durch spezifische Linienführung entstehen auf diese Weise "malerische Zeichnungen", die in ihrer
naturalistischen Präzision an die Exaktheit von Fotos heranreichen, die überdies jedoch durch ihre
intensive Stofflichkeit und Plastizität lebendig werden.
In dieser Form fügen sich Rabbas Auseinandersetzungen mit dem Naturmaterial Kohle und der Spezifität
der Portraitmalerei als folgerichtige Entwicklungsschritte in die Vita des Künstlers ein. Denn
Claus Rabba knüpft bei seiner Konzentration auf die Hundemalerei auf mehrfache Weise an seinen
künstlerischen Lebensweg an und profitiert dabei deutlich sichtbar von seinen profunden Kenntnissen
in der malerischen Darstellung von Wildtieren.
Die bekannte Wolfsexpertin Tanja Askani ermöglichte 2003 einen „hautnahen“ Kontakt zu
Polarwölfen im Gehege, woraufhin das Gemälde „Polarwolf“ entstand. 2005 erlebte Claus Rabba
abermals Wölfe „von Angesicht zu Angesicht“. Inmitten von fünf Grauwölfen wollten die stürmischen
Begrüßungsrituale nicht enden. Das große Vertrauen in die Fachkompetenz von Tanja Askani und
auch ein bisschen Überredungskraft halfen, den so nahen Kontakt zuzulassen. Die Arbeit an neuen
Wolfsbildern hat bereits begonnen.
Auf diesem Feld hat sich der Naturkenner seit Jahren international Aufmerksamkeit und Renommee
weit über die Fachkreise hinaus erworben. Auf den europaweit bedeutendsten Tiermalerei-Ausstellungen
wie "Wild in de Natuur" im Kunsthuis van het Oosten in Enschede, NL und "Wildlife and Raptor
Art Exhibition" in Großbritannien ist Rabba mit seinen Gemälden seit Jahren regelmäßig vertreten.
1999 wurde ihm wegen seiner künstlerischen Leistungen die Mitgliedschaft der britischen "Wildlife
Art Society" angeboten; in Frankreich stellte er erstmals 2002 auf der "Chavignol Toujours" in
Sancerre aus. Im weltweit ältesten und heute einzigen Museum für Tiermalerei in Europa "Nature in
Art" in Gloucester gab Rabba ebenfalls im Jahr 2002 als "Artist in Residence" Einblicke in sein
Schaffen.
Aber auch Laien auf dem Gebiet der Tiermalerei sind die Arbeiten des Vareler Künstlers nicht
unbekannt. Der NABU wählte insgesamt zwölf Motive von Rabba für seine Postkartenserien der Jahre
2001 bis 2003 aus und gab dem Maler damit die Möglichkeit, sich einem breiteren Publikum zu
präsentieren.
Die Hundezeichnungen von Claus Rabba zeigen seine Fähigkeit, genau den Charakter und die
Persönlichkeit des Vierbeiners zu treffen. Es gelingt ihm, als einfühlsamen Beobachter, den
speziellen Ausdruck jedes einzelnen Hundes aufs Papier zu bringen. In einem Lehrfilm, den
Günter Taux aus Neuenburg produziert hat, verdeutlicht Rabba seine Technik, auch mit grober
Zeichenkohle feinste Unterschiede im Fell wiederzugeben. „Ich gebe mein Wissen gerne weiter
und freue mich über jeden, der meine Begeisterung für Kohlezeichnungen teilt.“
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